Warum AirPlay 2 statt nur Bluetooth?
AirPlay 2 löst zwei Dinge, die Bluetooth nicht kann: Multiroom-Synchronisation und deutlich höhere Audio-Qualität.
Bluetooth-Nachteile.
- Komprimiert immer (auch aptX HD)
- Nur eine Verbindung gleichzeitig (kein Multiroom)
- Reichweite begrenzt — du musst in Phone-Nähe bleiben
- Anrufe unterbrechen die Wiedergabe
AirPlay-2-Vorteile.
- Bis 24-Bit/48 kHz Lossless (besser als jedes Bluetooth)
- Multiroom über mehrere Räume gleichzeitig
- WLAN-basiert — Phone kann am anderen Ende der Wohnung sein
- Anrufe stören die Wiedergabe nicht
- Steuerung über Apple Home App, Sprache (Siri), Apple Watch
Wann AirPlay 2 nicht reicht.
- Wenn du nicht im Apple-Ökosystem bist (auf Android: Chromecast oder Spotify Connect nutzen)
- Wenn du echtes Hi-Res über 96 kHz willst (dann Tidal Connect direkt am Streamer)
Die drei besten AirPlay-2-Adapter 2026
1. WiiM Pro Plus — Empfehlung der Redaktion
Wenn du eine vorhandene Anlage nicht nur in AirPlay 2 einbinden, sondern gleich richtig modernisieren willst, ist der WiiM Pro Plus die mit Abstand klügste Wahl. What Hi-Fi gibt 5/5, TechRadar bezeichnet ihn als „best home audio value“.
AirPlay 2 ist nur eine Funktion unter vielen. Du steckst den WiiM per Cinch oder Toslink an deinen Verstärker — er erscheint sofort in deiner Apple Home App als AirPlay-Speaker. Plus: Spotify Connect, Tidal Connect, Chromecast, DLNA, Bluetooth — alles parallel verfügbar.
Klangvorteil. Der eingebaute AKM 4493SEQ DAC liefert audiophile Klangqualität — eine Klasse, die sonst erst ab 500-€-Streamern üblich ist. Direkt am Verstärker per Cinch ist der Klang spürbar besser als bei reinen AirPlay-Receivern.
Multiroom mit Apple-Geräten. WiiM Pro Plus erscheint in jeder Apple-Home-Multiroom-Gruppe. Spielt synchron mit HomePod, HomePod mini, anderen AirPlay-2-fähigen Speakern. Über die WiiM-App geht zusätzlich Multiroom mit anderen WiiM-Geräten.
Hi-Res. Über AirPlay 2 maximal 24-Bit/48 kHz. Über Tidal Connect oder Spotify Connect direkt am WiiM (ohne AirPlay-Umweg) bis 24-Bit/192 kHz.
+ Pro
- AirPlay 2 + Chromecast + Spotify Connect parallel
- Audiophiler AKM-DAC (deutlich besser als reine AirPlay-Receiver)
- Hi-Res bis 24-Bit/192 kHz (über Tidal/Qobuz direkt)
- Multiroom mit HomePod und anderen AirPlay-Geräten
− Contra
- × Setup komplexer als reiner AirPlay-Receiver
- × Voice-Control nur über externes iPhone/iPad
- × Bluetooth-Codec begrenzt (kein LDAC)
- × Kein eigenes Display
WiiM Pro Plus auf Amazon ansehen →
2. Apple TV 4K — Apple-pure Lösung
Wer sowieso einen Smart-TV-Bedarf hat, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Apple TV 4K kann als AirPlay-2-Empfänger für deine Stereoanlage dienen — und ist das einzige Gerät, das offiziell von Apple zertifiziert ist.
Wie es funktioniert. Apple TV 4K hängt am TV (HDMI), gibt aber Audio per HDMI-Audio-Out an einen AVR oder Soundbar weiter. Per Apple Home App lässt es sich als Speaker konfigurieren — auch wenn der TV aus ist.
Limitierung. Audio läuft immer durch das TV / einen AVR. Wer eine reine Stereo-Anlage ohne HDMI hat, kann Apple TV nicht direkt anschließen. In dem Fall ist WiiM oder ein anderer dedizierter Receiver die bessere Wahl.
Vorteil. Volle Apple-Integration. Siri, Apple Music Lossless mit Atmos, Multiroom mit HomePods. Software-Updates direkt von Apple.
Preis. Ca. 169 € (Apple TV 4K, 64 GB).
+ Pro
- Voll integriert in Apple-Ökosystem
- Apple Music Lossless + Dolby Atmos voll nutzbar
- Doppel-Funktion als TV-Streamer
- Volle Software-Updates direkt von Apple
− Contra
- × Braucht TV oder AVR mit HDMI
- × An reine Stereo-Anlagen nicht direkt anschließbar
- × Lüfter-frei, aber permanent Strom benötigend
- × Funktioniert nur, wenn Apple TV läuft
Apple TV 4K bei Amazon ansehen →
3. FiiO BR13 / iEAST AudioCast — Günstiger Einstieg
Wer wirklich nur AirPlay 2 nachrüsten will, ohne Multiroom-Streamer-Funktionen, findet günstige Spezialgeräte. Der FiiO BR13 und der iEAST AudioCast M5 sind die zuverlässigsten 2026.
Was sie können. AirPlay 2, Spotify Connect, DLNA, Bluetooth. Cinch- und Toslink-Ausgang. Über die FiiO Control bzw. iEAST-App in dein Heimnetz einbinden.
Was sie nicht können. Hi-Res über 24-Bit/48 kHz, Tidal Connect, kein internes Hi-Res-Streaming. Klanglich ok, aber kein Audiophil-Level.
Vorteil. Klein, fast unsichtbar, günstig. Nur AirPlay 2 als Anwendungsfall im Kopf — funktioniert.
Preis. Ca. 89-110 €.
+ Pro
- Günstiger als WiiM Pro Plus
- Kompakt und unauffällig
- AirPlay 2 + Spotify Connect zuverlässig
- Toslink-Ausgang zusätzlich verfügbar
− Contra
- × Kein Hi-Res über 48 kHz
- × Kein Tidal Connect / Qobuz
- × App weniger ausgereift als WiiM Home
- × Updates seltener
FiiO BR13 / AirPlay-2-Receiver bei Amazon ansehen →
Welcher AirPlay-2-Adapter passt zu welchem Setup?
- Du willst maximalen Klang aus deiner Hi-Fi-Anlage holen? → WiiM Pro Plus
- Du nutzt sowieso Apple TV als Streamer? → Apple TV 4K als AirPlay-Empfänger nutzen
- Du willst nur einen günstigen reinen AirPlay-Receiver? → FiiO BR13
- Du willst auch Bluetooth nachrüsten, ohne WLAN-Setup? → Siehe Bluetooth Adapter für alte Stereoanlage
- Du willst neue Speaker statt nachzurüsten? → Sonos Alternative Multiroom System günstiger
Was AirPlay 2 technisch wirklich kann
AirPlay 2 ist seit 2018 verfügbar und in iOS 11.4 / tvOS 11.4 eingeführt worden. Wichtige Specs für 2026:
Audio-Spec. Apple Lossless (ALAC) bis 24-Bit/48 kHz. Bei Apple Music Lossless wird über AirPlay 2 transparent das ALAC-Format gestreamt — ohne Re-Encoding.
Latenz. Etwa 2 Sekunden Buffer-Latenz. Kein Problem für Musik, ungeeignet fürs Filme-Schauen mit getrenntem TV-Sound.
Multiroom. Bis zu 8 Speaker simultan synchron. Praxis: Über die Apple Home-App lassen sich 12+ Räume in einer Wohnung organisieren, gespielt wird in Gruppen von max. 8.
Plattform-Offenheit. Praktisch jede Hi-Fi-Marke unterstützt AirPlay 2: Sonos (alle Era-Modelle, Move, Roam, Soundbars), Bose, Bluesound, Audio Pro, Denon Home, Marantz, Cambridge Audio, NAD, Yamaha MusicCast-Geräte.
Was nicht geht. Hi-Res über 48 kHz (nur über Tidal Connect / Qobuz / Spotify Connect direkt am Streamer). Multiroom mit Spotify (Spotify nutzt Spotify Connect, nicht AirPlay — funktioniert aber separat).
Apple Music vs. Spotify via AirPlay 2
Apple Music ist über AirPlay 2 die nahtlose Wahl — Lossless wird transparent durchgereicht, Multiroom funktioniert ohne Workarounds, alle Apple-Geräte können steuern.
Spotify funktioniert auch — aber per AirPlay-Stream vom iPhone. Das heißt: dein Phone muss aktiv die Wiedergabe halten. Wenn das Phone in Schlafmodus geht oder das Haus verlässt, stoppt die Musik. Spotify Connect (das vergleichbare Spotify-Protokoll) ist hier eleganter, wird aber nur direkt am Streamer (z. B. WiiM) unterstützt — nicht über AirPlay 2.
Fazit. Wer Spotify als Hauptdienst nutzt, sollte einen Streamer wie WiiM Pro Plus wählen — er versteht beide Protokolle. Wer hauptsächlich Apple Music nutzt, ist mit reinen AirPlay-2-Receivern problemlos versorgt.
Hi-Res-Limit umgehen — so geht’s am WiiM
AirPlay 2 ist auf 24-Bit/48 kHz begrenzt. Wer am WiiM Pro Plus echte Hi-Res-Wiedergabe (24-Bit/96 kHz oder 24-Bit/192 kHz) will, nutzt einfach Tidal Connect oder Qobuz direkt:
- Tidal-/Qobuz-App auf iPhone öffnen
- Beim Lautsprecher-Symbol nicht „AirPlay“ wählen, sondern „Tidal Connect“ / „Qobuz Connect“
- WiiM Pro Plus erscheint dort als Streaming-Ziel
- Wiedergabe läuft direkt vom Tidal-Server an den WiiM — Phone wird zum reinen Fernbedienungs-Display
Vorteil: Volle Hi-Res-Auflösung, Phone kann offline gehen, Multiroom über andere WiiM-Geräte möglich.
Häufige Fragen
01 Wie kann ich AirPlay 2 an alten Lautsprechern nachrüsten?
02 Funktioniert AirPlay 2 auch mit Bluetooth-Lautsprechern?
03 Was ist besser: AirPlay 2 oder Sonos S2?
04 Kann ich Hi-Res-Audio über AirPlay 2 streamen?
05 Welche Marken bieten AirPlay 2 ab Werk?
Verwandte Themen
-
Multiroom Audio Vergleich 2026 (Pillar)
Kompletter Vergleich aller Multiroom-Systeme 2026 — Sonos, Apple, WiiM, Audio Pro, Denon.
-
Sonos Alternative Multiroom System günstiger 2026
Welche Multiroom-Systeme bieten Sonos-Funktionalität zum halben Preis?
-
Bluetooth Adapter für alte Stereoanlage
Vorhandene Stereoanlage smart machen — welche Adapter-Lösungen funktionieren wirklich?