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Logitech G923 vs Thrustmaster T300 RS GT

Von Lukas Bergmann · Veröffentlicht

Auf einen Blick

KriteriumLogitech G923Thrustmaster T300 RS GT
AntriebHelical Gear + ZahnriemenReiner Riemenantrieb
Drehmoment~2,3 Nm~3,9 Nm Spitze
PlattformPS5/PC oder Xbox/PC (zwei Varianten)PS5/PS4/PC (keine Xbox)
Lenkbereich900°1080°
Pedale3 Pedale (weg-basiert)T3PA 3 Pedale (weg-basiert)
Quick-Releaseneinja (Thrustmaster Ecosystem)
Lautstärkehörbares Helical-Gear-Geräuschleiser, nur Lüfter
Bewertung★★★★☆ 4,5 / 5★★★★☆ 4,4 / 5
Preis~280-380 €~380-450 €

Logitech G923

Der G923 ist der direkte Nachfolger des G29/G920 und seit Jahren das meistverkaufte Sim-Racing-Lenkrad in Europa. Logitech hat das ausgereifte G29-Konzept übernommen und den TrueForce-Modus ergänzt — eine hochfrequente Vibrations-Komponente, die direkt aus dem Spiel-Audio gespeist wird. Unterstützt von Gran Turismo 7, F1 25, Assetto Corsa und einigen weiteren Titeln.

Antrieb. Hybrid aus helical gear plus Zahnriemen — dieselbe Mechanik wie beim G29. Günstig, langlebig, aber mit einem kleinen mechanischen Geräusch beim Lenken. Cogging im Mittelfeld erkennbar, wenn man sich darauf konzentriert.

Force Feedback. Klassisches FFB plus TrueForce. In Spielen ohne TrueForce-Support wirkt das FFB klassisch (untersteuern, curbs gut spürbar), aber detailärmer als beim T300. In Titeln mit TrueForce kommt eine zusätzliche akustisch-haptische Ebene dazu — Motor-Vibration, Asphaltbeschaffenheit. Subjektiv unterschiedlich bewertet, aber kein bloßes Gimmick.

Plattform. Zwei separate Varianten — eine für PS5/PC, eine für Xbox/PC. Wer auf beiden Konsolen-Lagern spielt, braucht zwei Lenkräder oder muss auf Fanatec ausweichen.

Pedale. Drei-Pedalset im Lieferumfang (Gas, Bremse, Kupplung). Bremse weg-basiert mit Gummistopper. Brauchbar für Casual, aber bei ernsthaften Rundenzeiten ist der Bremspunkt schwer zu reproduzieren. Loadcell-Upgrade nicht nativ vorgesehen — wer aufrüsten will, springt meist zu Fanatec oder MOZA.

Verarbeitung. Echtleder-Lenkkranz, Metall-Schaltwippen, solide Schreibtisch-Klemme. Aus der G29-Familie über fünf Generationen entwickelt — wenig Schwächen, gute Ersatzteilversorgung.

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+ Pro

  • PS5- UND Xbox-Variante verfügbar
  • TrueForce-Feedback in unterstützten Titeln
  • Sehr ausgereift, riesige Community
  • 3 Pedale plus Schreibtisch-Klemme im Lieferumfang
  • Im Sale unter 300 € erhältlich

Contra

  • × Helical-Gear-Antrieb mit hörbarem Cogging
  • × Drehmoment nur ~2,3 Nm
  • × Bremse weg-basiert, kein Loadcell-Upgrade vorgesehen
  • × Lenkkranz nicht austauschbar
  • × Kein Quick-Release-System

Thrustmaster T300 RS GT

Der T300 RS GT ist Thrustmasters Mittelklasse-Klassiker und seit der ersten Auflage 2014 mehrfach inkremental aufgefrischt — die GT-Edition kommt mit verbessertem T3PA-Pedalset und dem TM-Leader-Lenkkranz (GT-Look mit Schaltwippen).

Antrieb. Reiner industrieller Riemenantrieb ohne Zahnrad-Vorstufe. Dadurch deutlich leiser als der G923 und ohne das Helical-Gear-Cogging. Spitzendrehmoment um 3,9 Nm — etwa 1,5-fach so hoch wie der G923. In Mittelfeld-Detail-Auflösung klar überlegen.

Force Feedback. 1080-Grad-Lenkbereich (G923: 900°), schnelles und konsistentes FFB. Untersteuern, Curbs und Asphalt-Übergänge werden feiner übertragen als beim G923. Im direkten A/B-Vergleich gegen Direct Drive bleibt der T300 spürbar zurück — aber gegen den G923 fällt der Unterschied klar zugunsten Thrustmaster aus.

Plattform. PS5, PS4, PC — keine Xbox-Variante. Wer auf Xbox spielt, greift zum Thrustmaster TX (Xbox-Pendant) oder Fanatec.

Pedale. T3PA-Pedalset mit fest installierter Bremsfeder. Etwas progressiver als der G923-Stopper, aber weiterhin weg-basiert (nicht Loadcell). T-LCM Pedals als optionales Loadcell-Upgrade über das Thrustmaster-Ökosystem direkt anschließbar — kein Adapter nötig.

Quick-Release. Großer Vorteil: das Lenkrad ist nicht fest verbunden, sondern über einen Quick-Release-Anschluss austauschbar. Wer auf F1-Sim oder Open-Wheel umsteigt, behält die Base und tauscht nur den Lenkkranz (TM Open Wheel, F1, Ferrari-Replicas).

Lautstärke. Im Standby fast lautlos, beim Fahren nur der Motor-Lüfter hörbar — deutlich leiser als der G923.

+ Pro

  • Reiner Riemenantrieb — leiser und feiner als G923
  • Spitzendrehmoment ~3,9 Nm
  • 1080° Lenkbereich (G923: 900°)
  • Quick-Release-Lenkkranz austauschbar
  • T-LCM Loadcell-Pedale ohne Adapter nachrüstbar

Contra

  • × Keine Xbox-Variante
  • × Etwas teurer als G923
  • × Kein TrueForce / akustisch-haptisches FFB
  • × Pedalset im Lieferumfang weiterhin weg-basiert

Direkter Vergleich

Force Feedback und Detail

Der größte Unterschied im Alltag liegt in der FFB-Auflösung im Mittelfeld — also dem Bereich, in dem du beim Cornering die meiste Zeit verbringst. Der G923 zeigt hier hörbar Cogging durch die Helical-Gear-Mechanik. Der T300 läuft glatter, übersetzt feinere Asphalt-Strukturen und Curbs spürbar besser.

In Titeln mit TrueForce-Support (GT7, F1 25, ACC) hat der G923 einen kleinen Sondervorteil — die Hochfrequenz-Vibration ergänzt das klassische FFB. Subjektiv unterschiedlich bewertet, aber in den passenden Spielen ein erkennbarer Mehrwert.

Fazit FFB-Detail: T300 vorne in den meisten Spielen — G923 vorne in TrueForce-Titeln.

Plattform-Flexibilität

Hier ist der G923 klar im Vorteil: Die PS5- und die Xbox-Variante sind 1:1 baugleich abgesehen von der Lizenz-Chipung. Wer plattformübergreifend spielt — auch wenn nicht gleichzeitig — fährt mit dem G923 (oder zwei G923) günstiger als mit T300 plus Thrustmaster TX.

Fazit Plattform: G923 vorne — T300 nur PS5/PS4/PC.

Pedale

Beide Pedalsets sind weg-basiert, beide sind in der Praxis gleichwertig. Der T3PA des T300 GT wirkt etwas progressiver, aber der Unterschied ist marginal.

Aufrüst-Pfad ist hier der Differenzierer: Thrustmaster bietet die T-LCM Loadcell-Pedale als nativen Upgrade-Pfad — ohne Adapter, ohne externe Konverter. Logitech hat keinen offiziellen Loadcell-Upgrade-Pfad — wer beim G923 auf Loadcell umsteigt, springt meistens komplett ins Fanatec- oder MOZA-Ökosystem.

Fazit Pedale: T300 vorne durch nativen Loadcell-Aufrüst-Pfad.

Lenkkranz und Quick-Release

Das Quick-Release-System des T300 ist der vielleicht meistunterschätzte Vorteil. In zwei Sekunden wechselst du zwischen GT-Lenkkranz, Open-Wheel, F1-Replica oder LMP-Style. Bei Logitech ist der Lenkkranz fest verbaut.

Wer mehrere Genres mischt (GT3, F1, Rallye), fährt mit Thrustmaster langfristig flexibler. Wer nur GT-Sim fährt, braucht das nicht.

Fazit Quick-Release: T300 vorne — wer Multi-Genre fährt, gewinnt deutlich.

Lautstärke

Wer im Wohnzimmer fährt und Familie/Mitbewohner schont: Der T300 ist hörbar leiser. Helical-Gear-Geräusche des G923 sind in stillen Räumen ein Faktor.

Fazit Lautstärke: T300 vorne.

Preis

G923 typisch 280-380 €, T300 RS GT typisch 380-450 €. Im Sale beide regelmäßig 100 € günstiger. Der Preis-Unterschied liegt bei rund 70-100 € — weniger relevant über die Lebensdauer (3-5 Jahre).

Fazit Preis: G923 leicht vorne, aber Differenz nicht entscheidend.

Welches Lenkrad passt zu welchem Spieler?

  • Du spielst auf Xbox? → Logitech G923 (Xbox-Variante) — der T300 ist keine Option
  • Du spielst nur PS5 oder PC und legst Wert auf feineres FFB? → Thrustmaster T300 RS GT
  • Du spielst Multi-Genre (GT, F1, Open-Wheel)? → T300 mit Quick-Release-Lenkkranz-Wechsel
  • Du spielst überwiegend GT7 oder F1 25 und magst TrueForce? → G923 mit der zusätzlichen Hochfrequenz-Ebene
  • Du planst spätere Loadcell-Pedale? → T300 mit T-LCM-Aufrüst-Pfad
  • Du brauchst maximale Plattform-Flexibilität (Wechsel zwischen PS5 und Xbox)? → G923 (die jeweilige Variante)
  • Du suchst den günstigsten Einstieg? → G923 im Sale, oft unter 280 €

Wann sich der Sprung auf Direct Drive lohnt

Wer schon weiß, dass er 5+ Stunden pro Woche ernsthaft fährt und Rundenzeiten ernst nimmt, sollte den Mittelklasse-Sprung überspringen und direkt zu Direct Drive greifen. Der Fanatec CSL DD (mit Xbox-Lizenz) oder MOZA R5/R9 kostet zwar 600-1.000 € als Komplettsetup, aber der Wahrnehmungs-Sprung gegenüber G923/T300 ist deutlich größer als der Sprung G923 → T300.

Detail dazu: Direct-Drive-Lenkrad Fanatec vs MOZA.

Häufige Fragen

01 Logitech G923 oder Thrustmaster T300 RS GT — welches ist besser?
Beide sind in ihrer Klasse hervorragend. Der G923 ist plattformflexibler (PS5/Xbox/PC) und etwas günstiger. Der T300 RS GT hat den feineren reinen Riemenantrieb, mehr Drehmoment (~3,9 Nm vs ~2,3 Nm) und ein Quick-Release-System. PS5/PC mit Wert auf FFB-Detail: T300. Xbox oder Plattform-Wechsel: G923.
02 Funktioniert der Thrustmaster T300 RS GT auf der Xbox?
Nein. Der T300 RS GT ist nur für PS5, PS4 und PC lizenziert. Wer auf Xbox spielt, greift zum Thrustmaster TX (das Xbox-Pendant des T300, ähnliches Konzept), zum Logitech G923 Xbox oder zum Fanatec CSL DD mit Xbox-Lizenz.
03 Lohnt sich der Aufpreis von G923 zu T300?
Wenn du auf PS5 oder PC spielst und Wert auf feineres Force Feedback legst, ja. Der reine Riemenantrieb des T300 ist klar überlegen, der höhere Drehmoment-Spitzenwert spürbar, das Quick-Release-System langfristig ein Vorteil. Wer sich nicht sicher ist, ob er Sim-Racing ernst nimmt, kann mit dem G923 starten und später aufrüsten.
04 Sind die Pedalsets vergleichbar?
In der Praxis ja. Beide drei Pedale, beide weg-basiert. Der Hauptunterschied ist der Aufrüst-Pfad: Thrustmaster bietet die T-LCM Loadcell-Pedale als nativen Nachfolger ohne Adapter. Logitech hat keinen offiziellen Loadcell-Upgrade — wer aufrüstet, springt meist ins Fanatec- oder MOZA-Ökosystem. Loadcell-Bremse ist der größte Realismus-Sprung pro Euro.
05 Wie laut sind die beiden Lenkräder?
Der T300 ist deutlich leiser als der G923 — reiner Riemenantrieb gegen Helical Gear. Im Standby ist der T300 fast lautlos, beim Fahren nur der Motor-Lüfter hörbar. Der G923 hat ein hörbares Helical-Gear-Geräusch beim Lenken. Wer im Wohnzimmer oder mit empfindlichen Mitbewohnern fährt, sollte den T300 bevorzugen.

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