Thunderbolt 4 vs Thunderbolt 5 — was ist der Unterschied?
Wer 2026 ein neues Dock kauft, steht vor der Frage: TB4 oder schon TB5? Die Spezifikationen unterscheiden sich deutlich.
Thunderbolt 4 (seit 2020). 40 Gbit/s symmetrisch, bis 100 W Power Delivery, maximal 2× 4K@60Hz (oder 1× 8K). Voll abwärtskompatibel zu USB4 und USB-C. Gereifter Standard, breite Auswahl an Docks zwischen 200 und 450 €.
Thunderbolt 5 (seit Ende 2024). 80 Gbit/s symmetrisch, im Bandwidth-Boost-Modus sogar 120 Gbit/s downstream, bis 240 W Power Delivery, maximal 3× 4K@144Hz oder 1× 8K@60Hz. M4 Pro und M4 Max Macs unterstützen TB5 nativ. M4 Basis bleibt bei TB4. TB5-Docks kosten aktuell zwischen 350 und 600 €.
Wer braucht TB5? Nur wer drei externe 4K-Monitore betreiben will, eGPUs nutzt oder externe SSDs mit über 4 GB/s anbinden möchte. Für klassische Zwei-Monitor-Setups, NAS-Anbindung und Peripherie reicht TB4 komplett aus — und ist deutlich günstiger.
Vergleich der Top-Empfehlungen
Sechs Thunderbolt-Docks im direkten Vergleich. Drei TB4-Modelle, drei TB5-Modelle.
| Dock | Standard | Bandbreite | Display | PD | Bewertung | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CalDigit TS4 | TB4 | 40 Gbit/s | 1× 8K oder 2× 6K | 98 W | ★★★★★ 4,7 / 5 | €€€€ |
| OWC Thunderbolt Hub | TB4 | 40 Gbit/s | 1× 8K oder 2× 4K | 60 W | ★★★★☆ 4,5 / 5 | €€€ |
| Anker PowerExpand 5-in-1 | TB4 | 40 Gbit/s | 1× 4K@60 | 85 W | ★★★★☆ 4,4 / 5 | €€ |
| Belkin Pro TB4 Dock | TB4 | 40 Gbit/s | 2× 4K@60 | 90 W | ★★★★☆ 4,3 / 5 | €€€ |
| CalDigit TS5 (2025) | TB5 | 80 Gbit/s | 3× 4K@144 oder 1× 8K | 140 W | ★★★★★ 4,6 / 5 | €€€€€ |
| OWC TB5 Hub (2025) | TB5 | 80 Gbit/s | 3× 4K@60 oder 1× 8K | 90 W | ★★★★☆ 4,4 / 5 | €€€€ |
1. Premium-Pick (TB4): CalDigit TS4
Das CalDigit TS4 ist seit Jahren der Goldstandard unter Thunderbolt-4-Docks. 18 Ports, 98 W Charging, 2.5GbE Ethernet, UHS-II SD-Slot vorne. Wer ein dauerhaftes Desk-Setup mit zwei Monitoren plus DAS, Audio-Interface und schnellem Netzwerk will, kommt am TS4 nicht vorbei. Über 8.000 verifizierte Käuferbewertungen mit Schnitt 4,7 / 5.
Ports. 3× Thunderbolt 4 (40 Gbit/s, einer davon Host), 3× USB-C 10 Gbit/s, 5× USB-A 10 Gbit/s, 1× DisplayPort 1.4, 1× 2.5GbE Ethernet, 1× UHS-II SD, 1× UHS-II microSD, 3× Audio.
Display. 1× 8K@30Hz oder 2× 6K@60Hz oder 2× 4K@60Hz. M4 Basis: bis 2 externe Displays. M4 Pro / Max: drei oder mehr möglich.
Power. 98 W an den Host — reicht für MacBook Pro 14″ M4 / M4 Pro unter Volllast. Für 16″ M4 Max bei extremer Last kein Volltempo, im Alltag ausreichend.
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+ Pro
- 18 Ports — mehr hat kein TB4-Dock
- 98 W Charging an den Host
- 2.5 Gbps Ethernet für moderne Heim-Netzwerke
- UHS-II SD-Slot vorne — perfekt für Fotografen
- Vertikal oder horizontal nutzbar
− Contra
- × Hoher Preis (~400 €)
- × Eigene Stromversorgung nötig (kein Bus-Power)
- × Nicht portabel — fast 1 kg
- × Lüfter unter Last leise, aber hörbar
2. Allrounder (TB4): OWC Thunderbolt Hub
Der OWC Thunderbolt Hub ist das Schweizer Taschenmesser unter den TB4-Docks: kompakter und günstiger als das TS4, aber mit allen wichtigen Funktionen. Drei zusätzliche Thunderbolt-4-Ports plus USB-A und SD-Reader machen ihn zur idealen Erweiterung für moderne MacBooks. Bewertungen pendeln um 4,5 / 5 bei rund 4.000 Reviews.
Ports. 4× Thunderbolt 4 (einer Host, drei downstream), 1× USB-A 10 Gbit/s, 1× SD-Slot UHS-II.
Display. 1× 8K oder 2× 4K@60Hz über die downstream-Thunderbolt-Ports plus DisplayPort-Adapter.
Power. 60 W Charging — reicht für MacBook Air M4 problemlos, für 14″ MacBook Pro M4 im Office-Alltag ok, unter Volllast knapp.
Stärke. Drei freie TB4-Ports — perfekt um weitere Docks, externe SSDs oder eGPUs anzubinden.
+ Pro
- Drei zusätzliche TB4-Ports — viel Erweiterungspotenzial
- UHS-II SD-Slot integriert
- Kompaktes Aluminium-Gehäuse
- Solide OWC-Verarbeitung, gute Treiber
− Contra
- × Nur 60 W PD — knapp für 14″ MacBook Pro unter Last
- × Kein dedizierter DisplayPort — Adapter nötig
- × Nur 1 USB-A — wenig für Maus, Tastatur, Drucker
- × Kein Ethernet — extern nachrüsten
3. Budget-Empfehlung: Anker PowerExpand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini-Dock
Das Anker PowerExpand ist die günstige TB4-Lösung für unterwegs oder kleine Setups. 5 Ports, 85 W PD, kompaktes Gehäuse — und unter 200 € regelmäßig zu haben. Über 2.500 Käuferbewertungen, Schnitt 4,4 / 5.
Ports. 1× Thunderbolt 4 (Host), 2× Thunderbolt 4 downstream, 1× USB-A 10 Gbit/s, 1× HDMI 2.0 (4K@60Hz).
Display. 1× 4K@60Hz über HDMI oder über einen der TB4-Ports mit DisplayPort-Adapter.
Power. 85 W an den Host — gut für 14″ MacBook Pro M4 im Alltag.
Stärke. Klein, leicht, ideal für Reise und Hotdesking.
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+ Pro
- Sehr kompakt — passt in jede Notebooktasche
- 85 W PD reicht für 14″ MacBook Pro M4
- HDMI 2.0 direkt am Gehäuse
- Unter 200 € häufig erhältlich
− Contra
- × Kein Ethernet, kein SD-Slot
- × Nur 1 USB-A
- × Kein zweiter dedizierter Display-Output
- × Kunststoff-Anteile am Gehäuse
4. TB5-Premium: CalDigit TS5 / TS5 Plus (2025)
CalDigit hat Ende 2025 die TS5-Reihe vorgestellt — der TS5 Plus ist das aktuelle Flaggschiff. 80 Gbit/s, 140 W Charging, drei 4K@144Hz Displays gleichzeitig möglich. Für M4 Pro und M4 Max das passende Dock. Erste Käuferbewertungen pendeln um 4,6 / 5.
Ports. 3× Thunderbolt 5 (80 Gbit/s), 4× USB-C 10 Gbit/s, 4× USB-A 10 Gbit/s, 1× DisplayPort 2.1, 1× 2.5GbE Ethernet, 1× UHS-II SD, Audio.
Display. Bis 3× 4K@144Hz oder 2× 6K@60Hz oder 1× 8K@60Hz — alles parallel über M4 Pro / Max möglich.
Power. 140 W an den Host — reicht auch für MacBook Pro 16″ M4 Max unter Volllast.
Wer profitiert? Nur Nutzer mit M4 Pro / Max und drei externen 4K-Monitoren oder eGPU-Bedarf. M4-Basis-Nutzer bekommen mit dem TS4 mehr Wert fürs Geld.
5. TB5-Allrounder: OWC Thunderbolt 5 Hub (2025)
OWC bietet seit 2025 den TB5 Hub als Nachfolger des TB4 Hubs an. Gleicher minimalistischer Ansatz: drei zusätzliche TB5-Ports plus USB-A und SD-Reader. Bewertungen aktuell um 4,4 / 5.
Ports. 4× Thunderbolt 5 (einer Host, drei downstream), 1× USB-A 10 Gbit/s, 1× SD-Slot UHS-II.
Display. 3× 4K@60Hz oder 1× 8K@60Hz über die downstream-Ports.
Power. 90 W Charging — deutlich mehr als beim Vorgänger.
Wer profitiert? Wer ein bestehendes Setup auf TB5 erweitert oder zusätzliche TB5-Bandbreite für externe SSDs braucht.
6. TB5-Budget: Anker Prime Thunderbolt 5 Dock (2026)
Anker hat Anfang 2026 das Prime TB5 Dock vorgestellt. Erste verfügbare Modelle für unter 400 €. Preis-Leistung-Sieger im TB5-Segment, wenn auch ohne 2.5GbE.
Ports. 2× Thunderbolt 5 downstream, 1× HDMI 2.1 (4K@120Hz), 1× DisplayPort 2.1, 2× USB-A 10 Gbit/s, 1× Gigabit-Ethernet, 1× SD UHS-II.
Display. 1× 8K@60Hz oder 2× 4K@144Hz.
Power. 100 W Charging.
Schwäche. Nur Gigabit-Ethernet, kein 2.5GbE — für ein modernes TB5-Dock eigentlich zu wenig.
Welches Thunderbolt-Dock passt zu welchem Nutzer?
- Du hast einen MacBook Pro M4 Basis und willst ein Dauer-Setup? → CalDigit TS4 oder OWC TB Hub — beide TB4 reichen vollständig.
- Du hast M4 Pro / Max und willst drei 4K-Monitore? → CalDigit TS5 Plus — siehe Thunderbolt 5 Dock für MacBook Pro M4 Max.
- Du suchst ein TB4-Dock unter 200 €? → Anker PowerExpand oder Plugable TBT4-UDX1 — Details im Vergleich Thunderbolt 4 Dock unter 200 Euro.
- Du schwankst zwischen CalDigit, OWC und Anker? → Direktvergleich CalDigit TS4 vs OWC vs Anker.
- Du willst maximales Setup mit eGPU oder DAS? → CalDigit TS5 Plus — die freien TB5-Ports liefern volle Bandbreite.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
1. TB4 oder TB5? Die ehrliche Antwort. Wenn du ein einziges externes 4K-Display und ein paar Peripheriegeräte anschließen willst, ist TB5 Geldverschwendung. TB4 reicht. TB5 lohnt sich erst bei drei 4K-Monitoren, externen NVMe-SSDs jenseits 4 GB/s oder eGPUs. Außerdem: TB5 nur mit M4 Pro / Max nutzbar, nicht mit M4 Basis.
2. Power Delivery: Pass-Through-Verluste einrechnen. Bei einem 100-W-Dock kommen am MacBook real meist 85–92 W an. Für 14″ MacBook Pro M4 reicht das. Für 16″ MacBook Pro M4 Max unter Volllast plane Reserve ein — sonst lädt das Gerät nur langsam oder hält das Niveau nicht.
3. MST-Limit auf macOS — entscheidend für Zwei-Monitor-Setups. macOS unterstützt MST (Multi-Stream Transport) nicht für erweiterte Displays. Heißt: Ein einfaches Dual-HDMI-Dock spiegelt am M4 oft beide Bilder. Echtes Dual-Display-Setup gelingt nur mit Docks, die zwei eigene Display-Lanes nutzen (wie CalDigit TS4) oder via DisplayLink. M4 Basis ist zudem hardwareseitig auf 2 externe Displays limitiert — egal welches Dock.
4. Ethernet: 1 Gbit/s reicht oft, 2.5GbE lohnt mit NAS oder Glasfaser. Bei Glasfaser über 1 Gbit/s oder lokalem 2.5GbE-Netzwerk verschwendest du sonst Bandbreite. Aktuell nur CalDigit TS4 / TS5 Plus und Kensington SD5800T bieten 2.5GbE serienmäßig.
5. UHS-II Kartenleser — wichtig für Fotografen. Standard-Docks liefern oft nur UHS-I (~95 MB/s Lesen). UHS-II schafft bis 312 MB/s. CalDigit, OWC und Anker Prime haben UHS-II — Belkin und ältere Plugable-Modelle nicht.
6. Garantie und Treiber-Support. CalDigit gibt 2 Jahre, OWC ebenfalls 2 Jahre, Belkin 2 Jahre. Anker und UGREEN meist 18 Monate. Treiber-Updates kommen bei CalDigit und OWC am zuverlässigsten — das zahlt sich nach 3–4 Jahren aus.
Häufige Fragen
01 Welches Thunderbolt-Dock ist am besten für MacBook Pro M4?
02 Lohnt sich Thunderbolt 5 schon 2026?
03 Wie viele externe Monitore unterstützt der M4 mit einem Thunderbolt-Dock?
04 CalDigit TS4 oder OWC Thunderbolt Hub — welches ist besser?
05 Welche Marken sind bei Thunderbolt-Docks empfehlenswert?
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