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Vergleichstabelle der Top-5-Modelle
Fünf Capture Cards dominieren das Segment 2026. Wir haben sie nach Auflösung, Passthrough-Latenz, HDR-Support und Preis verglichen.
| Modell | Bewertung | Aufnahme | Passthrough | Anschluss |
|---|---|---|---|---|
| Elgato HD60 X | ★★★★★ 4,7 / 5 | 1080p60 / 1440p30 | 4K60 HDR10 | USB 3.0 |
| Elgato 4K X | ★★★★★ 4,6 / 5 | 4K60 HDR10 | 4K60 HDR10 + VRR | USB-C 3.2 |
| AVerMedia LGU 2.1 | ★★★★☆ 4,5 / 5 | 4K30 / 1440p60 | 4K144 HDR | USB 3.2 |
| Elgato 4K60 Pro MK.2 | ★★★★☆ 4,5 / 5 | 4K60 HDR10 | 4K60 HDR10 | PCIe x4 |
| Razer Ripsaw HD | ★★★★☆ 4,2 / 5 | 1080p60 | 4K60 (kein HDR) | USB 3.0 |
1. Empfehlung der Redaktion: Elgato HD60 X
Die Elgato HD60 X ist seit 2022 der Streaming-Standard für PS5, Xbox Series X und Nintendo Switch. 1080p60-Aufnahme bei 4K60-HDR10-Passthrough, VRR-Unterstützung und der berühmt niedrige Latenz-Wert machen sie zur sichersten Wahl für Twitch- und YouTube-Streamer, die kein 4K aufzeichnen müssen.
Aufnahme. Bis zu 1080p60 in H.264 oder 1440p30. Wer auf YouTube hochlädt, bekommt mit 1080p60 ein perfekt skaliertes Bild ohne sichtbare Kompressionsartefakte. Der Passthrough zum Monitor läuft bei 4K60 mit HDR10 und VRR — du spielst also in voller Konsolenqualität, während die Karte parallel in 1080p aufnimmt.
Latenz. Die HD60 X arbeitet mit ultra-low-latency-Modus von rund 70 ms im Software-Preview. Das reicht für Action-Spiele und kompetitives Gaming. Für Voll-Profi-Setups gibt es trotzdem die Empfehlung, das Konsolenbild parallel über den HDMI-Splitter auf einen separaten Monitor zu legen.
Anschluss. USB 3.0 zum Computer, HDMI 2.0 ein und aus. Plug & Play unter Windows und macOS. Software: Elgato 4K Capture Utility, Game Capture HD, OBS Studio mit nativem Plugin.
+ Pro
- 1080p60 Aufnahme mit 4K60 HDR10 Passthrough
- VRR-Unterstützung für PS5 und Xbox Series X
- Sehr niedrige Latenz im Software-Preview
- Plug & Play unter Windows und macOS
- Natives OBS-Plugin ohne Zusatzkonfiguration
- Kompaktes Aluminiumgehäuse, kein Netzteil nötig
− Contra
- × Keine echte 4K-Aufnahme — nur Passthrough
- × 1440p nur mit 30 fps aufnehmbar
- × USB-Bus-Power kann an älteren PCs Probleme machen
2. Beste Wahl 4K-Streaming: Elgato 4K X
Die Elgato 4K X ist der direkte 4K-Nachfolger der HD60 X — externe USB-C-Karte mit 4K60 HDR10 Aufnahme, 4K60 HDR10 Passthrough plus VRR und onboard SD-Karten-Slot für direktes Recording ohne Computer. Die richtige Wahl, wenn du in 4K archivieren oder hochladen willst.
Aufnahme. 4K60 HDR10 in HEVC, parallel 4K60 Passthrough mit VRR. Onboard-Recording auf SD-Karte (UHS-II empfohlen) — du kannst die Karte ohne PC betreiben, etwa für Konsolen-Sessions im Wohnzimmer.
HDR und VRR. Die 4K X gibt das HDR10-Signal vollständig durch (kein Tonemapping) und unterstützt VRR auf PS5, Xbox Series X und PC. Für Streamer, die kompetitiv in HDR spielen, ist das aktuell die einzige USB-Lösung.
Software. 4K Capture Utility 2.0 mit Multi-Track-Recording, OBS-Plugin mit nativer NV12-Pipeline. Anschluss per USB-C 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) — ältere USB-A-Ports liefern nicht genug Bandbreite.
+ Pro
- 4K60 HDR10 Aufnahme und Passthrough
- VRR-Unterstützung für PS5 und Xbox Series X
- Onboard-Recording auf SD-Karte ohne PC
- USB-C 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit/s Bandbreite
- Natives OBS-Plugin mit NV12-Pipeline
- HDR-Tonemapping abschaltbar
− Contra
- × USB-C 3.2 Gen 2 Pflicht — alte Ports gehen nicht
- × UVP rund 250 Euro — höchster Preis bei externen Karten
- × Onboard-SD-Recording erfordert UHS-II für 4K60
3. Preis-Leistungs-Sieger: AVerMedia Live Gamer Ultra 2.1
Die AVerMedia Live Gamer Ultra 2.1 (GC553G2) ist die direkte Antwort auf die Elgato 4K X — externe USB-Karte mit 4K144-Passthrough und 4K30-Aufnahme, deutlich günstiger als die Elgato. Für Streamer, die hohe Refresh-Raten am Monitor brauchen, ist sie aktuell die einzige bezahlbare USB-Lösung.
Aufnahme. 4K30 oder 1440p60 in H.264 / HEVC. Wer in 1080p streamt und 1440p archiviert, bekommt hier den besten Preis-Pro-Pixel-Wert. RECentral-Software unterstützt Multi-Source-Recording mit Webcam und Game-Audio separat.
Passthrough. 4K144 mit HDR10 und VRR — die höchste Refresh-Rate im Vergleich. Wer am PC mit RTX-4070-Class oder höher spielt und parallel streamt, bekommt hier kein bottleneck.
Schwächen. Die Aufnahme ist auf 4K30 begrenzt — wer 4K60 archivieren will, muss zur Elgato 4K X greifen. RECentral ist weniger ausgereift als das Elgato 4K Capture Utility und braucht mehr Einarbeitungszeit.
+ Pro
- 4K144-Passthrough mit HDR10 und VRR
- 1440p60 Aufnahme — beste Auflösung in dieser Preisklasse
- Günstiger als Elgato 4K X
- USB 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit/s Bandbreite
- RECentral mit Multi-Source-Recording
− Contra
- × 4K-Aufnahme nur mit 30 fps
- × RECentral-Software hat steilere Lernkurve
- × Keine Onboard-SD-Recording-Option
4. PCIe-Empfehlung: Elgato 4K60 Pro MK.2
Die 4K60 Pro MK.2 ist die interne PCIe-x4-Karte für Streamer, die 4K60-HDR10-Aufnahme ohne USB-Bottleneck wollen. Mit dem patentierten Low-Latency-Modus arbeitet sie als zweite Soundkarte direkt im OBS-Pipeline — Latenz unter 100 ms, deutlich niedriger als jede externe USB-Karte.
Stärken. 4K60 HDR10 simultan in Aufnahme und Passthrough, Multi-PCIe-Support (bis zu vier 4K60-Karten in einem PC für Multi-Konsole-Setups). Perfekt für Profi-Streamer mit zwei oder drei Konsolen.
Schwächen. PCIe x4 belegt einen Slot im Desktop — Notebooks fallen raus. Treiber-Installation unter Windows kann bei alten Mainboards hängen bleiben. Kein VRR-Passthrough — Premiere Pro bekommt nur 60-Hz-Bild.
5. Streaming-Einstieg: Razer Ripsaw HD
Die Razer Ripsaw HD ist die solideste Einsteiger-Capture-Card unter 150 €. 1080p60-Aufnahme, 4K60-Passthrough (kein HDR), USB 3.0. Ideal für Switch-Streamer und Konsolen-Sessions ohne 4K-Anspruch.
Klang und Bild. Klares 1080p60 in H.264, kein sichtbarer Frame-Drop. Mikrofon-Eingang direkt an der Karte für Discord-Audio-Mix in OBS — Razer-typisch gut umgesetzt.
Schwächen. Kein HDR im Passthrough, kein VRR, kein 1440p. Wer auf PS5 mit HDR spielt, verliert beim Passthrough die Farbtiefe. Für Switch und ältere Konsolen reicht es problemlos.
Welche Capture Card passt zu welchem Setup?
- Du streamst PS5 / Xbox Series X in 1080p60 mit HDR-Passthrough? → Elgato HD60 X
- Du willst 4K-Aufnahmen für YouTube archivieren? → Elgato 4K X
- Du brauchst 4K144-Passthrough am PC? → AVerMedia Live Gamer Ultra 2.1
- Du baust Multi-Konsolen-Setup im Desktop? → Elgato 4K60 Pro MK.2 PCIe
- Du suchst günstigsten Einstieg für Switch-Streaming? → Razer Ripsaw HD
- Du willst eine spiegellose Kamera als Webcam? → Siehe Capture Card für spiegellose Kamera als Webcam
USB vs. PCIe: welcher Anschluss zählt?
Die wichtigste Entscheidung beim Capture-Card-Kauf. USB-Karten (HD60 X, 4K X, AVerMedia LGU 2.1) sind portabel und funktionieren an Notebooks und Desktops. PCIe-Karten (4K60 Pro MK.2) liefern niedrigere Latenz, aber nur am Desktop nutzbar.
Ab USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) ist die Bandbreite für 4K60 HDR10 ausreichend — moderne externe Karten wie die 4K X oder LGU 2.1 nutzen das voll aus. Für PCIe spricht weiterhin die geringere Latenz und die Möglichkeit, mehrere Karten parallel im selben Rechner zu betreiben.
Faustregel: Notebook oder mobiles Setup? USB. Desktop mit Multi-Konsole-Plan? PCIe. Mainstream-Streaming mit einer Konsole? USB reicht völlig.
HDR und VRR: worauf 2026 zu achten ist
Seit der PS5- und Xbox-Series-X-Ära sind HDR10 und VRR (Variable Refresh Rate) Standard. Capture Cards müssen beide Features im Passthrough korrekt durchreichen, sonst spielst du auf einem schlechteren Bild als ohne Karte.
- HDR10-Passthrough — Pflicht 2026. HD60 X, 4K X und LGU 2.1 unterstützen es voll. Razer Ripsaw HD nicht.
- VRR-Passthrough — wichtig bei PS5 und Xbox. Elgato HD60 X, 4K X und AVerMedia LGU 2.1 unterstützen VRR. 4K60 Pro MK.2 nicht.
- Tonemapping — manche Karten konvertieren HDR zu SDR in der Aufnahme. Prüfe, ob dein Streaming-Workflow HDR oder SDR ausliefert (Twitch nur SDR, YouTube auch HDR).
Konsole vs. PC vs. Kamera: was geht mit welcher Karte?
Konsole (PS5, Xbox Series X, Switch). Alle vorgestellten Karten funktionieren — HDMI 2.0 oder 2.1 reicht, der Konsolen-Anschluss läuft per HDMI-Out direkt in die Karte.
PC. Zwei-PC-Setup mit dediziertem Streaming-PC ist die Profi-Lösung. Karte zwischen Gaming-PC und Streaming-PC, Latenz fast null. Single-PC-Setup mit interner PCIe-Karte ist auch möglich.
Kamera. Spiegellose Kameras (Sony A7 IV, Canon R6 II, Fujifilm X-S20) liefern saubere HDMI-Out-Signale. Cam Link 4K oder 4K X übernehmen das Signal als Webcam-Quelle in OBS oder Zoom. Wichtig: Saubere HDMI-Ausgabe ohne Overlay (Aufnahme-Symbol, Akkustand) muss in den Kamera-Einstellungen aktiviert werden.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
1. Aufnahme-Auflösung. 1080p60 reicht für Twitch und meistes YouTube-Material. 4K60 ist Premium-Zukunft. 1440p60 ist Sweet-Spot für PC-Streaming.
2. Passthrough. 4K60 HDR10 mit VRR ist 2026 Pflicht — sonst spielst du schlechter als ohne Karte.
3. Latenz. Für kompetitives Gaming externer Monitor per HDMI-Splitter zwischen Konsole und Karte legen.
4. Software. Elgato 4K Capture Utility ist Goldstandard. AVerMedia RECentral hat steilere Lernkurve. OBS-Plugin sollte vorhanden sein.
5. Anschluss. USB 3.2 Gen 2 oder USB-C bei externen Karten. Ältere USB-A-Ports reichen oft nicht für 4K60.
Häufige Fragen
01 Welche Capture Card ist 2026 die beste für PS5?
02 Brauche ich für die Switch eine 4K-Capture-Card?
03 Lohnt sich der Aufpreis von HD60 X auf 4K X?
04 Kann ich eine Capture Card als Webcam für Zoom nutzen?
05 Welche Capture Card unterstützt VRR auf PS5?
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