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Elgato HD60 X vs 4K60 Pro MK.2 für PS5: USB oder PCIe?

Von Lukas Bergmann · Veröffentlicht

Direkter Spec-Vergleich: was unterscheidet die beiden?

FeatureHD60 X4K60 Pro MK.2
AnschlussUSB 3.0 externPCIe x4 intern
Aufnahme1080p60 H.2644K60 HDR10 HEVC
Passthrough4K60 HDR10 + VRR4K60 HDR10 (kein VRR)
Latenzrund 70 ms Softwareunter 100 ms via low-latency
HDRPassthrough ja, Aufnahme neinPassthrough und Aufnahme ja
PlattformWindows + macOSWindows (Linux limitiert)
Preisrund 180 €rund 250 €

Wann ist die Elgato HD60 X die richtige Wahl?

Wenn du auf einem Notebook streamst, mobil unterwegs Material aufnimmst oder einfach ein Plug-&-Play-Setup willst, ist die HD60 X die sicherere Wahl. Der USB-3.0-Anschluss läuft problemlos an MacBook Air M3, Windows-Laptops mit Thunderbolt 4 und älteren Desktops ohne PCIe-Slot.

1080p60 ist genug für Twitch. Twitch streamt 2026 maximal 1080p60 — die HD60 X liefert genau das. Wer in 4K archivieren will, kann den 4K-Passthrough parallel auf einen separaten Recorder legen, etwa eine Atomos Ninja V.

VRR-Passthrough. Hier hat die HD60 X einen klaren Vorteil gegenüber der 4K60 Pro MK.2 — sie reicht VRR-Signale auf den Monitor durch. Bei kompetitivem PS5-Gaming mit 120-Hz-Monitor ist das spürbar.

Setup in fünf Minuten. USB-C ans MacBook, HDMI von PS5 in die Karte, HDMI-Out zum Monitor. OBS erkennt die Karte automatisch nach dem Treiber-Install. Kein PCIe-Slot, kein Netzteil, kein BIOS-Tuning.

+ Pro

  • Plug & Play unter Windows und macOS
  • VRR-Passthrough für PS5 und Xbox
  • Funktioniert an Notebook und Desktop
  • Niedrige Latenz im Software-Preview
  • Kompaktes Aluminiumgehäuse

Contra

  • × Keine 4K-Aufnahme — nur Passthrough
  • × USB-Bandbreite begrenzt 1440p auf 30 fps
  • × Kein paralleles Multi-Konsole-Setup wie bei PCIe

Wann ist die Elgato 4K60 Pro MK.2 die richtige Wahl?

Wenn du einen Desktop-Streaming-PC hast, in 4K HDR aufnehmen willst und mehrere Konsolen parallel betreibst, ist die PCIe-Karte die bessere Investition. Die 4K60 Pro MK.2 nutzt PCIe x4 mit voller Bandbreite — kein USB-Bottleneck, kein Treiber-Latenz-Aufschlag.

4K60 HDR10 in der Aufnahme. Hier ist die Pro MK.2 klar überlegen. Während die HD60 X 1080p60 aufnimmt, archiviert die Pro MK.2 echtes 4K60 HDR10 in HEVC. Für YouTube-Creators mit 4K-Channel ein klarer Vorteil.

Multi-Konsolen-Setup. Bis zu vier 4K60 Pro MK.2 Karten lassen sich in einem Desktop parallel betreiben — perfekt für PS5, Xbox Series X und Switch in einem einzigen OBS-Workflow.

Schwächen. Die Pro MK.2 unterstützt kein VRR im Passthrough. Wer mit 120-Hz-Monitor und PS5-VRR spielt, verliert das Feature beim Spielen über die Karte. Workaround: HDMI-Splitter zwischen PS5 und Karte legen, ein Pfad mit VRR direkt zum Monitor.

+ Pro

  • 4K60 HDR10 Aufnahme und Passthrough
  • Niedrigste Latenz aller Elgato-Karten
  • Multi-Konsolen-Setup mit 4 Karten parallel
  • Kein USB-Bandbreiten-Bottleneck
  • OBS-Plugin mit nativer NV12-Pipeline

Contra

  • × Kein VRR-Passthrough
  • × Nur Desktop — nicht Notebook-tauglich
  • × PCIe-x4-Slot Pflicht — alte Boards problematisch
  • × Linux-Treiber nur experimentell

Latenz im Praxisvergleich: wie gross ist der Unterschied wirklich?

In der Praxis liegen beide Karten im Software-Preview unter 100 ms — die HD60 X bei rund 70 ms, die 4K60 Pro MK.2 bei rund 50 ms. Für 90 Prozent aller Streaming-Szenarien ist das nicht spürbar.

Spürbar wird der Unterschied bei kompetitivem Gaming (Apex Legends, Fortnite Ranked, Street Fighter 6). Hier nutzen Profis ohnehin den HDMI-Splitter-Trick: PS5 in einen Splitter, ein Pfad in die Karte, ein Pfad direkt zum Monitor. Damit hat das Spielbild null Latenz, die Karte zeichnet parallel auf.

Faustregel: Ranked-Spieler? HDMI-Splitter dazu. Casual-Streamer mit Just-Chatting-Sessions? Software-Preview reicht.

HDR-Workflow: wer profitiert wann?

Twitch streamt 2026 immer noch nur SDR — wer also dort streamt, braucht keine HDR-Aufnahme. Die HD60 X reicht völlig, weil sie HDR-Material per Tonemapping zu SDR konvertiert ohne Farbverlust im Endbild.

YouTube unterstützt HDR-Uploads in HEVC. Wer 4K-HDR-Content für YouTube produziert, braucht die 4K60 Pro MK.2 oder die externe 4K X. Die HD60 X kann hier keinen HDR-Master liefern.

Welche Karte für PS5 Pro?

Die PS5 Pro liefert 8K-Output (für 8K-TVs) und 120-Hz-VRR-Output für Gaming-Monitore. Beide Karten beherrschen 4K-Eingang in 60 Hz — höhere Refresh-Raten am Monitor erzwingen entweder den Splitter-Trick oder die AVerMedia Live Gamer Ultra 2.1 mit 4K144-Passthrough.

Empfehlung für PS5 Pro:

  • 4K-Streaming + Casual-Gaming → Elgato 4K X (extern) oder 4K60 Pro MK.2 (PCIe)
  • 4K-Streaming + 120-Hz-Gaming → AVerMedia LGU 2.1 oder Splitter-Setup
  • 1080p-Streaming + 120-Hz-Gaming → Elgato HD60 X mit VRR-Passthrough

Single-PC vs. Zwei-PC-Setup

Beide Karten funktionieren in beiden Setups — der Unterschied ist im Workflow.

Single-PC. Konsole geht in die Karte, Karte ist im Streaming-PC. CPU des PCs übernimmt Encoding und OBS-Streaming gleichzeitig. PCIe-Karte (Pro MK.2) hat hier den klaren Vorteil — keine USB-Bus-Konkurrenz mit anderen Geräten.

Zwei-PC. Gaming-PC und Streaming-PC getrennt. Karte zwischen den beiden Maschinen, Latenz fast null. Hier reicht oft die HD60 X — der Gaming-PC bekommt die Last nicht mit.

Welche Karte passt zu welchem Streamer-Typ?

  • Mobiler Streamer mit Notebook? → Elgato HD60 X
  • Twitch-Streamer in 1080p mit PS5? → Elgato HD60 X
  • YouTube-Creator mit 4K-HDR-Channel? → Elgato 4K60 Pro MK.2
  • Multi-Konsolen-Streamer (PS5 + Xbox + Switch)? → 4K60 Pro MK.2 mit mehreren Karten
  • Ranked-Spieler mit 120-Hz-Anspruch? → HD60 X plus HDMI-Splitter
  • Gelegenheits-Aufnahmen aus dem Wohnzimmer? → Elgato 4K X mit Onboard-SD-Recording

Häufige Fragen

01 Reicht die Elgato HD60 X für PS5-Streaming auf Twitch?
Ja, vollständig. Twitch streamt 2026 maximal 1080p60 — genau das, was die HD60 X liefert. Mit 4K60-HDR10-Passthrough und VRR-Unterstützung spielst du parallel in voller PS5-Qualität, während die Karte das Stream-Signal in 1080p ausgibt.
02 Lohnt sich die 4K60 Pro MK.2 für reines Twitch-Streaming?
Nein. Die 4K60 Pro MK.2 spielt ihre Stärken bei 4K-HDR-Aufnahmen für YouTube und bei Multi-Konsolen-Setups aus. Wer nur in 1080p streamt, bekommt mit der HD60 X dieselbe Stream-Qualität für rund 70 € weniger.
03 Kann ich beide Karten an einem MacBook nutzen?
Nur die HD60 X — sie ist USB 3.0 und läuft per USB-C-Adapter an MacBook Pro und Air M3 / M4. Die 4K60 Pro MK.2 braucht einen PCIe-Slot und funktioniert nur an Desktop-PCs. MacBook-Streamer greifen zur HD60 X oder alternativ zur Elgato 4K X.
04 Was passiert mit VRR, wenn ich die 4K60 Pro MK.2 nutze?
Die 4K60 Pro MK.2 reicht VRR nicht durch. Wer am 120-Hz-Monitor mit PS5-VRR spielen will, muss einen HDMI-Splitter zwischen PS5 und Karte legen — ein Pfad mit VRR direkt zum Monitor, ein Pfad in die Karte. Die HD60 X dagegen unterstützt VRR-Passthrough ohne Splitter.
05 Welche Karte hat die niedrigere Latenz im Software-Preview?
Die 4K60 Pro MK.2 mit rund 50 ms gegenüber rund 70 ms bei der HD60 X — gemessen im low-latency-Modus mit OBS-NV12-Pipeline. Für kompetitives Gaming nutzen beide Karten ohnehin den HDMI-Splitter-Trick, der Software-Latenz auf null bringt.

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