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DJI Osmo Mobile 7P vs Zhiyun Smooth 5S AI: Vergleich 2026

Von Lukas Bergmann · Veröffentlicht

Beide spielen in der Premium-Klasse

DJI Osmo Mobile 7P und Zhiyun Smooth 5S AI sind 2026 die beiden meistverkauften Premium-Smartphone-Gimbals mit AI-Tracking-Modul. Beide liefern Smartphone-Stabilisierung auf Profi-Niveau, beide sind innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit, beide tragen aktuelle Premium-Phones mit Case und beide arbeiten via eigenem Tracking-Modul auch außerhalb der jeweiligen Hersteller-App. Die Frage ist also nicht „welcher Gimbal kann mehr”, sondern: Welche Tracking-Reife, welche App, welches Hardware-Detail und welches Preis-Leistungs-Verhältnis passen zu deiner Nutzung?

Direkter Vergleich: Hardware und Funktionen

KriteriumDJI Osmo Mobile 7PZhiyun Smooth 5S AI
Tragelastbis 300 gbis 280 g
Phone-Breite67–84 mm60–84 mm
AI-TrackingActiveTrack 7.0 mit Multifunktions-ModulZhiyun AI-Modul mit Magnet-Befestigung
Tracking in nativer Kamera-Appjaja
Selfie-Stick integriertnein (extern)ja, ausziehbar bis 215 mm
Stativ am Griffklappbarklappbar
Achsenklappbar, kompakt im Transportklappbar
DisplayOLED am GriffOLED am Griff
Pass-Through-Ladenja, USB-Cja, USB-C
Akku Datenblattbis 10 Stundenbis 10 Stunden
Akku Praxis (Tracking)6–7 Stunden6–8 Stunden
Companion-AppDJI MimoZY Cami
Preis (ca.)160–180 €130–150 €

DJI Osmo Mobile 7P — der Maßstab mit ActiveTrack 7.0

Der Osmo Mobile 7P ist 2026 das Maß der Dinge im Smartphone-Gimbal-Segment. Was ihn zur Top-Empfehlung macht: das mitgelieferte Multifunktions-Modul mit eigenem Tracking-Sensor, das ActiveTrack 7.0 auch dann nutzbar macht, wenn die native iPhone-Kamera-App oder eine Drittanbieter-App läuft. Genau dieser Workflow-Vorteil — kein Wechsel in DJI Mimo notwendig — macht den 7P im Familienurlaub und im Vlog-Alltag spürbar besser als die einfachere Variante (Osmo Mobile 7 ohne Modul).

Tragelast und Phone-Kompatibilität. Bis 300 g und 67–84 mm Breite. iPhone 16 Pro Max (230 g, 77,6 mm) plus dünnes Case passt bequem; Galaxy S24 Ultra plus Case ebenso. Auch dünne Magnet-Halterungen für Apple MagSafe oder Snap-Mount sind möglich.

ActiveTrack 7.0. Erkennt Personen, Gesichter, Tiere und Fahrzeuge zuverlässig, folgt schnellen Schwenks ohne Latenz und arbeitet auch bei Gegenlicht stabil. Der dedizierte Tracking-Sensor des Multifunktions-Moduls liefert Tracking-Daten unabhängig vom Smartphone-Prozessor — das macht das Erkennen schneller und stromsparender.

DJI Mimo App. Sehr reife App mit Auto-Highlights, Story-Templates und schnellem Editing. Wer DJI-Drohnen oder Pocket 3 nutzt, hat alles in einer App. Bluetooth-Kopplung in unter zwanzig Sekunden.

Hardware-Details. Klappbare Achsen für minimalen Transport-Footprint, USB-C-Pass-Through-Laden, OLED-Display am Griff für Modus-Anzeige und Akku-Stand, klappbares Mini-Stativ am Griff.

+ Pro

  • ActiveTrack 7.0 mit dediziertem Tracking-Sensor im Modul
  • Tracking läuft in jeder Kamera-App, nicht nur in DJI Mimo
  • Sehr reife DJI-Mimo-App mit Story-Templates
  • Tragelast 300 g — alle aktuellen Pro-Max-Phones
  • Klappbare Achsen, kompakt im Transport

Contra

  • × Set-Preis 160–180 € — Premium-Klasse
  • × Kein integrierter Selfie-Stick (extern dazu)
  • × Multifunktions-Modul nur beim 7P, nicht beim einfachen 7

Zhiyun Smooth 5S AI — der Selfie-Stick mit AI-Modul

Der Zhiyun Smooth 5S AI ist 2026 die preisaggressivste Antwort auf DJIs Smartphone-Gimbals. Zhiyun packt ein eigenes AI-Tracking-Modul in den Lieferumfang, das ähnlich wie DJIs Multifunktions-Modul auch außerhalb der Hersteller-App arbeitet, und bietet gleichzeitig einen integrierten ausziehbaren Selfie-Stick (Magic-Pole, 215 mm) — eine Funktion, die bei DJI nur als Zubehör verfügbar ist.

Tragelast. Bis 280 g. Praktisch alle aktuellen Smartphones inklusive Pro-Max-Modellen mit dünnem Case. Etwas geringer als beim Osmo Mobile 7P, in der Praxis aber kein Limit für Standard-Setups.

AI-Tracking-Modul. Magnet-Modul rastet auf den Stabarm und arbeitet in jeder Kamera-App. Erkennung von Gesichtern und Personen ist im Alltag zuverlässig. Bei schnellen Bewegungen oder starkem Gegenlicht arbeitet der Algorithmus etwas zögerlicher als DJI ActiveTrack 7.0.

Magic-Pole. Ausziehbarer Selfie-Stick im Griff, bis zu 215 mm. Für Vlog-Aufnahmen aus mehr Distanz oder Gruppen-Selfies ein praktisches Detail. Bei DJI nur in der Pro-Variante verfügbar oder als externes Zubehör.

ZY Cami App. Funktioniert solide, ist aber langsamer und mit weniger Edit-Tooling als DJI Mimo. Story-Templates wirken etwas generisch — wer Auto-Highlights für Insta-Storys schätzt, ist bei DJI Mimo besser bedient.

Hardware-Details. Klappbare Achsen, OLED-Display am Griff, USB-C-Pass-Through, robuste Verarbeitung im Vergleich zu früheren Smooth-Generationen deutlich verbessert.

+ Pro

  • Integrierter ausziehbarer Selfie-Stick (Magic-Pole, 215 mm)
  • AI-Tracking-Modul im Lieferumfang
  • Preis 30–40 € unter DJI Osmo Mobile 7P
  • Klappbare Achsen, robuste Verarbeitung
  • USB-C-Pass-Through-Laden

Contra

  • × ZY Cami App weniger reif als DJI Mimo
  • × Tracking bei Gegenlicht zögerlicher als ActiveTrack 7.0
  • × Tragelast 280 g — Pro-Max-Phones mit dickem Case angespannt
  • × Auto-Highlights weniger flexibel als bei DJI

Tracking — was wirklich passiert

Beide Gimbals tracken außerhalb der jeweiligen Hersteller-App via dediziertem Modul — das ist der zentrale Workflow-Vorteil gegenüber günstigeren Gimbals. Die Reife der Algorithmen unterscheidet sich aber:

  • DJI ActiveTrack 7.0. Erkennt Personen, Gesichter, Tiere und Fahrzeuge. Folgt schnellen Schwenks ohne Latenz. Bei Gegenlicht stabiler als die Konkurrenz, weil der Tracking-Sensor unabhängig vom Smartphone-Prozessor arbeitet.
  • Zhiyun AI-Modul. Erkennt vor allem Gesichter und Personen zuverlässig. Bei Tieren und schnellen, dynamischen Bewegungen etwas zögerlicher. Bei direktem Gegenlicht verliert das Modul gelegentlich kurz das Subjekt — DJI ActiveTrack hält in der gleichen Situation durch.

Praxis-Beispiel. Familienurlaub am Strand mit Kindern in der Nachmittagssonne: Beide Gimbals folgen den Kindern zuverlässig. Sobald die Kinder dem Gimbal entgegenrennen und die Sonne als Gegenlicht ins Modul fällt, hält der Osmo Mobile 7P den Bildausschnitt stabiler — der Smooth 5S AI braucht eine knappe Sekunde, um wieder anzudocken.

App-Workflow — DJI Mimo vs ZY Cami

DJI Mimo. Reifste App im Smartphone-Gimbal-Segment. Schnelle Bluetooth-Kopplung, Auto-Highlights, Story-Templates für Insta-Story-Format, gute Edit-Tools (Multi-Layer, Audio-Clips, Übergänge). Wer DJI-Drohnen oder den Pocket 3 nutzt, findet alles in einer App.

ZY Cami. Solide App, deutlich verbessert gegenüber älteren Versionen, aber spürbar weniger reif als DJI Mimo. Auto-Highlights vorhanden, aber weniger flexibel im Edit. Story-Templates wirken etwas generisch, Edit-Tooling weniger ausgereift.

Praxis-Empfehlung. Wer Smartphone-Vlogs schnell in die Insta-Story bringen will → DJI Mimo. Wer hauptsächlich die Hardware nutzt und das Editing am Desktop in CapCut, Premiere Pro oder Final Cut Pro macht → beide Apps reichen, ZY Cami spart 30–40 € im Set-Preis.

Welcher passt zu welchem Anwendungsfall?

DJI Osmo Mobile 7P ist die richtige Wahl, wenn:

  • du ActiveTrack 7.0 auch in der nativen iPhone-Kamera-App nutzen willst,
  • du DJI-Drohnen oder Pocket 3 in derselben App betreibst,
  • du robustes Tracking auch bei Gegenlicht brauchst,
  • du Pro-Max-Phones mit dickem Case nutzt (Tragelast 300 g),
  • du DJI-Mimo-Workflow für schnelle Insta-Storys schätzt.

Zhiyun Smooth 5S AI ist die richtige Wahl, wenn:

  • du den integrierten ausziehbaren Selfie-Stick (Magic-Pole) nutzen willst,
  • du 30–40 € im Set-Preis sparen möchtest,
  • du das Editing am Desktop machst und die Hersteller-App weniger wichtig ist,
  • du primär Personen und Gesichter trackst (kein wildes Tier-Tracking),
  • du robusten Hardware-Aufbau ohne DJI-Account-Bindung bevorzugst.

Direkt-Verdikt

Wir empfehlen den DJI Osmo Mobile 7P für die meisten Nutzer 2026 — die Kombination aus ActiveTrack 7.0, reifer DJI-Mimo-App und dediziertem Tracking-Sensor liefert das robusteste Erlebnis im Alltag. Der Zhiyun Smooth 5S AI ist die richtige Wahl, wenn Magic-Pole-Selfie-Stick und 30–40 € Ersparnis im Set entscheidend sind — die Hardware ist solide, das Tracking funktioniert, die App ist nur eben nicht ganz so flexibel. Beide spielen in der Premium-Klasse, der Tiebreaker liegt bei App-Reife und Tracking-Robustheit gegen Gegenlicht.

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Häufige Fragen

01 Funktioniert das Tracking-Modul wirklich in jeder Kamera-App?
Bei beiden Gimbals: ja. Das Multifunktions-Modul des Osmo Mobile 7P arbeitet mit dediziertem Tracking-Sensor und gibt Steuersignale an den Gimbal weiter — die native iPhone-Kamera-App, FiLMiC Pro, Insta-Story-Aufnahme, alle profitieren. Beim Zhiyun Smooth 5S AI funktioniert das Magnet-AI-Modul ähnlich, arbeitet aber bei direktem Gegenlicht zögerlicher als ActiveTrack 7.0.
02 Welcher trägt mein iPhone 16 Pro Max mit Case sicher?
Beide. Das iPhone 16 Pro Max wiegt rund 230 g, mit dünnem Case ca. 270 g. Beim Osmo Mobile 7P (300 g Tragelast) bleiben rund 30 g Reserve — das passt komfortabel. Beim Smooth 5S AI (280 g Tragelast) liegt man knapp an der Grenze, mit dünnem Case noch im sicheren Bereich, mit dickem Outdoor-Case wird es eng. Wer dicke Cases mit MagSafe-Wallet bevorzugt, fährt mit dem Osmo Mobile 7P zuverlässiger.
03 Wie schnell ist die Kalibrierung im Alltag?
Beide Gimbals brauchen ca. 30–60 Sekunden vom Auspacken bis zur ersten Aufnahme. Auspacken, aufklappen, Smartphone einsetzen, einschalten — der Gimbal balanciert sich selbst aus. Bei der ersten Inbetriebnahme einer neuen Phone-Modell-Kombi rät die App eine kurze Auto-Calibration (ca. 30 Sekunden zusätzlich). Im Alltag, wenn das Gerät schon einmal kalibriert ist, sind beide in unter 30 Sekunden einsatzbereit.
04 Lohnt sich der Aufpreis vom Smooth 5S AI zum Osmo Mobile 7P?
Wenn du robusteres Tracking bei Gegenlicht, eine deutlich reifere Companion-App und nahtlosen Workflow mit anderen DJI-Geräten brauchst: ja. Wer den ausziehbaren Magic-Pole-Selfie-Stick haben will, das Editing am Desktop macht und 30–40 € sparen möchte, fährt mit dem Smooth 5S AI sehr zufrieden. Aufpreis lohnt sich für Power-Vlogger und für DJI-Ökosystem-Nutzer.
05 Welcher hat den längeren Akku in der Praxis?
Praktisch gleich. Beide Datenblatt-Werte liegen bei rund 10 Stunden, in der Praxis mit aktivem Tracking, Display und Pass-Through-Laden bleiben bei beiden 6–8 Stunden. Im Familienurlaub reicht ein voller Gimbal-Akku locker für einen aktiven Tag mit Filmen und gelegentlichen Pausen. Über USB-C-PD lädt der Osmo Mobile 7P in unter 2 Stunden komplett, der Smooth 5S AI in 2–2,5 Stunden.

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