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NAS Kaufberatung 2026: Synology, UGREEN, Eigenbau

Von Lukas Bergmann · Veröffentlicht

Vergleich der wichtigsten NAS-Modelle 2026 auf einen Blick

NAS-Markt 2026 sieht anders aus als noch 2023: Synology bleibt der Software-Champion mit DSM 7.2, hat aber bei den Plus-Modellen eine umstrittene Festplatten-Lock-in-Politik eingeführt. UGREEN kommt mit deutlich stärkerer Hardware (Intel N100, mehr RAM, 2,5-GbE) zum gleichen Preis. QNAP, TerraMaster und Asustor bleiben Hardware-Spezialisten für Anwender, die sich nicht vor Setup-Aufwand scheuen. Eigenbau-NAS mit TrueNAS Scale oder Unraid bleibt die offenste Lösung — braucht aber Linux-Grundkenntnisse.

NASBewertungStärkePreisbereich
Synology DS224+4,6 / 5Beste Software, leiser Betrieb€€
UGREEN DXP28004,4 / 5Stärkste Hardware in der Klasse€€
Synology DS423+4,5 / 54 Bays, DSM-Komfort€€€
UGREEN DXP4800 Plus4,4 / 54 Bays, 2,5-GbE, M.2-NVMe€€€
QNAP TS-4644,3 / 5Container, virtuelle Maschinen€€€
TerraMaster F4-4244,2 / 5Offen für TrueNAS, gutes P/L€€
Synology DS923+4,5 / 54 Bays, ECC-RAM, AMD Ryzen€€€€

1. Synology-Komfort: Synology DS224+ als ruhigster Einstieg

Wer zum ersten Mal ein NAS einrichtet und keine Lust hat, eine Linux-Distribution zu administrieren, fährt 2026 mit dem Synology DS224+ am entspanntesten. DSM 7.2 ist seit Jahren das ausgereifteste NAS-Betriebssystem am Markt — Foto-Backup vom iPhone, Video-Streaming auf den Apple TV, automatisches Verschlüsseln, regelmäßige Snapshots und Cloud-Backup auf Backblaze sind in unter 30 Minuten eingerichtet.

Hardware. Intel Celeron J4125 (4 Kerne, 2,0 GHz), 2 GB DDR4 (auf 6 GB erweiterbar), zwei 3,5-Zoll-SATA-Bays, zwei Gigabit-Ethernet-Ports (LAG/Failover möglich), zwei USB-3.2-Gen-1-Ports.

Software. DSM 7.2 mit Synology Photos (iPhone-Foto-Backup), Synology Drive (Cloud-Sync ähnlich Dropbox), Synology Surveillance Station (NVR für 2 Kameras kostenlos), Active Backup for Business (Windows-PC-Backups, kostenlos), Hyper Backup für offsite-Backups.

Festplatten-Lock-in 2026. Wichtig zu wissen: Synology hat ab 2025 für die Plus-Serie eine Hersteller-Whitelist eingeführt — nur Synology-eigene HDDs (Synology HAT3300, HAT5300) werden ohne Warnung akzeptiert. Mit WD-Red-Plus und Seagate-IronWolf läuft DSM zwar weiter, manche Funktionen (z. B. Drive-Health-Statistiken) sind aber eingeschränkt. Vor dem Kauf prüfen, ob das ein No-Go ist.

Ziel-Nutzer. Einsteiger, Foto-Backup-Anwender, kleine Büros bis 5 Personen, Apple-Haushalte mit Time-Machine-Backup-Bedarf.

+ Pro

  • DSM 7.2 ist 2026 das ausgereifteste NAS-Betriebssystem
  • Foto-Backup, Drive-Sync und Time-Machine-Ziel sofort einsatzbereit
  • Sehr leise (typisch unter 22 dBA im Leerlauf)
  • Lange Software-Updates (typisch 8-10 Jahre Support)

Contra

  • × Festplatten-Lock-in auf Synology-eigene HDDs eingeführt
  • × Hardware veraltet (Celeron J4125, 2 GB RAM Standard)
  • × Nur Gigabit-Ethernet, kein 2,5-GbE
  • × Preisniveau gegenüber UGREEN-Konkurrenz hoch

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2. UGREEN-Hardware: UGREEN DXP2800 mit deutlich mehr Power

UGREEN ist 2026 der Newcomer, der Synology bei der Hardware konsequent unterbietet. Der DXP2800 hat einen Intel N100 (4 Kerne, 4 Threads, 3,4 GHz Boost), 8 GB DDR5-RAM (auf 16 GB erweiterbar), zwei 3,5-Zoll-Bays plus zwei M.2-NVMe-Slots für SSD-Cache oder Daten-Pools, und einen 2,5-GbE-Port.

Hardware-Vorteil. Der Intel N100 ist 2026 etwa drei- bis viermal schneller als der Celeron J4125 in Synology-DS224+ — gerade Hardware-Transcoding für Plex (4K HEVC zu 1080p) läuft sauber. UGREENs 2,5-GbE ist standardmäßig aktiv — Datenraten von 250-280 MB/s zum Mac mini sind realistisch (vs. 110 MB/s bei Gigabit-NAS).

Software UGOS Pro. UGOS basiert auf Linux und ist 2026 deutlich erwachsener als bei Marktstart 2024 — Foto-Backup-App, Cloud-Sync, Container-Support (Docker / Portainer), TrueNAS-ähnliches Pool-Management. Aber: noch nicht so ausgereift wie DSM. Die App-Auswahl im UGOS-Store ist begrenzt — wer Plex, Jellyfin oder Home Assistant in Docker laufen lassen will, bekommt das hin, muss aber gelegentlich selbst Hand anlegen.

Festplatten-frei. UGREEN unterstützt jede SATA-Festplatte ohne Whitelist — WD Red Plus, Seagate IronWolf, Toshiba N300 funktionieren ohne Einschränkungen.

Ziel-Nutzer. Anwender mit Hardware-Anspruch (Plex-Server mit Transcoding, lokale KI / Frigate, schnelle 2,5-GbE-Verbindung), Tüftler mit Docker-Erfahrung, Käufer mit Budget-Bewusstsein.

+ Pro

  • Intel N100 mit 8 GB DDR5-RAM (3-4x schneller als DS224+)
  • 2,5-GbE-Port standardmäßig aktiv
  • Zwei M.2-NVMe-Slots für SSD-Cache oder Pool
  • Keine Festplatten-Whitelist

Contra

  • × UGOS Pro noch nicht so ausgereift wie DSM
  • × App-Store kleiner als bei Synology
  • × Lautstärke etwas höher (typisch 25-30 dBA)
  • × Langfristige Update-Politik 2026 noch nicht etabliert

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3. 4-Bay für Familie: Synology DS423+ oder UGREEN DXP4800 Plus

Wer mehr als zwei Festplatten betreiben will — etwa für RAID 5 (Synology Hybrid Raid Single Disk), getrennte Foto- und Video-Pools oder Snapshot-Reserven — landet bei einem 4-Bay-NAS. 2026 sind die zwei sinnvollsten Optionen Synology DS423+ und UGREEN DXP4800 Plus.

Synology DS423+. Intel Celeron J4125 (gleicher Prozessor wie DS224+), 2 GB DDR4 (auf 6 GB erweiterbar), vier 3,5-Zoll-Bays, zwei M.2-NVMe-Slots für SSD-Cache, zwei 1-GbE-Ports. Vorteil: DSM 7.2 mit allen Diensten — Surveillance Station, Active Backup, Drive-Sync. Limit: Wieder nur Gigabit, kein 2,5-GbE.

UGREEN DXP4800 Plus. Intel Pentium Gold 8505 (5 Kerne mit Performance- und Efficiency-Cores), 8 GB DDR5 (auf 64 GB erweiterbar), vier 3,5-Zoll-Bays, zwei M.2-NVMe-Slots, ein 10-GbE-Port plus ein 2,5-GbE-Port, HDMI 2.0 für direkten Monitor-Anschluss (z. B. als Plex-Frontend).

Faustregel. Wer 4-Bay-Komfort mit DSM-Software will — DS423+. Wer 4-Bay-Performance mit 10-GbE und Mehr-Cores will — DXP4800 Plus. Preislich liegen beide 2026 ähnlich, etwa 550-650 €.

RAID-Empfehlung 4-Bay. SHR-1 (Synology) oder RAID 5 (UGREEN) ist Standard — eine Festplatte darf ausfallen ohne Datenverlust. Bei mehr als 8 TB pro Disk besser SHR-2 / RAID 6 (zwei Disks dürfen ausfallen) — Rebuild-Zeiten bei 12-TB-Disks liegen sonst bei 18-24 Stunden, in denen ein zweiter Ausfall kritisch wäre.

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4. Power-Eigenbau: TerraMaster F4-424 oder DIY mit TrueNAS / Unraid

Wer bereit ist, ein paar Stunden in Setup zu investieren, bekommt mit Eigenbau die offenste und langfristig günstigste Lösung — vor allem mit ZFS als Dateisystem (Snapshots, Bit-Rot-Schutz, Transparente Komprimierung).

TerraMaster F4-424. Intel N95 (4 Kerne, 3,4 GHz), 8 GB DDR5 (auf 32 GB erweiterbar), vier 3,5-Zoll-Bays, zwei M.2-NVMe-Slots, zwei 2,5-GbE-Ports. Liefert TerraMaster TOS 6 mit, das aber unausgereift ist — die meisten F4-424-Käufer flashen direkt TrueNAS Scale oder Unraid.

Eigenbau-Variante. Mainboard mit Intel N100 / N305 (z. B. ASRock N100M oder Topton-Boards), 16-32 GB DDR5-ECC-RAM (wichtig bei ZFS), 4-6 SATA-Ports, M.2-NVMe für Boot, 2,5-GbE oder 10-GbE-Karte. Im Mini-ITX-Gehäuse (z. B. Jonsbo N2 oder N3) ergibt das ein leises 4-Bay-System für etwa 500-700 € ohne Festplatten.

Software-Wahl.

  • TrueNAS Scale 24.10 — ZFS-Dateisystem, App-Container über Kubernetes, beste Wahl für Daten-Sicherheit
  • Unraid 7 — flexibles Dateisystem (Disks unterschiedlicher Größe), Docker-First, beste Wahl für Plex-Setups mit gemischten Disks
  • OpenMediaVault 7 — Debian-basiert, schlank, beste Wahl für Tüftler mit Server-Erfahrung

Limit. Eigenbau bedeutet: keine Hersteller-Garantie auf das Gesamtsystem, kein automatischer Cloud-Sync wie Synology Drive, kein Foto-Backup-Setup in 30 Minuten. Wer gern fertige Lösungen kauft, ist mit Synology oder UGREEN besser bedient.

5. QNAP TS-464 — der Container-Spezialist für Power-User

QNAP TS-464 ist 2026 die richtige Wahl, wenn du auf dem NAS Container, virtuelle Maschinen oder anspruchsvollere Apps wie Frigate (KI-Bewegungserkennung) laufen lassen willst.

Hardware. Intel Celeron N5095 (4 Kerne, 2,9 GHz Boost), 4 GB DDR4 (auf 16 GB erweiterbar), vier 3,5-Zoll-Bays, zwei M.2-NVMe-Slots, zwei 2,5-GbE-Ports, ein HDMI-2.0-Port für direkten Monitor-Anschluss.

Software QTS / QuTS Hero. QNAP-eigenes Betriebssystem, ähnlich umfangreich wie DSM, aber etwas weniger intuitiv. Container-Station (Docker / LXC) ist ausgereift, Virtualization Station erlaubt Windows- oder Linux-VMs direkt auf dem NAS.

Limit. QNAP hatte 2021-2023 mehrere Sicherheitsvorfälle (Deadbolt-Ransomware, AgeLocker) — ihr Sicherheits-Setup ist 2026 deutlich besser, aber wer das NAS direkt ans Internet hängt, braucht VPN-Zugang oder zumindest 2FA. Niemals QTS-Admin-Port direkt ins Internet öffnen.

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Welches NAS passt zu welchem Nutzer?

Festplatten-Empfehlung 2026 — was tatsächlich rein gehört

Eine NAS-HDD ist nicht dasselbe wie eine Desktop-HDD. NAS-Disks sind für 24/7-Betrieb ausgelegt, haben Vibrationssensoren und längere MTBF-Werte (Mean Time Between Failures, typisch 1 Mio. Stunden bei NAS-Disks vs. 600.000 bei Desktop-HDDs).

Empfehlungen 2026 nach Hersteller.

  • WD Red Plus (CMR) — 4 TB, 8 TB, 12 TB, 14 TB. Solider Allrounder, 5400 rpm, leise. Wichtig: Red Plus (CMR) — NICHT Red (SMR). SMR-Disks sind in NAS-Setups ungeeignet (RAID-Rebuilds dauern Tage).
  • Seagate IronWolf — 4 TB, 8 TB, 12 TB. 7200 rpm, etwas lauter, schneller. IronWolf Pro ab 8 TB für 24/7-Workloads mit höherer Schreiblast.
  • Toshiba N300 — 4 TB, 8 TB, 14 TB. Häufig günstigster CMR-Disk-Preis pro Terabyte 2026. 7200 rpm, etwas lauter als WD Red Plus.
  • Synology HAT3300 / HAT5300 — Synology-eigene NAS-HDDs. Pflicht bei Synology-Plus-Modellen für volle DSM-Funktionalität. Preisaufschlag etwa 15-25 % gegenüber WD/Seagate.

Faustregel Kapazität 2026. Pro Person im Haushalt etwa 1-2 TB Foto-/Video-Daten plus 50 % Reserve. 4-Personen-Familie kommt mit 2x 8 TB im RAID 1 (8 TB nutzbar) oder 4x 4 TB im RAID 5 (12 TB nutzbar) gut hin.

RAM-Upgrade — der wichtigste Hardware-Tweak

Sowohl Synology als auch UGREEN liefern ihre Einsteiger-NAS oft mit zu wenig RAM aus — ein RAM-Upgrade ist der mit Abstand sinnvollste Eingriff.

Synology DS224+ / DS423+. Standard 2 GB DDR4. Aufrüstbar auf 6 GB (offiziell) oder 18 GB (inoffiziell, Crucial DDR4-2666 16 GB SO-DIMM). Bei mehr als 5 gleichzeitigen Diensten (Drive, Photos, Surveillance, Active Backup, Container) bringt das spürbar mehr Stabilität.

UGREEN DXP2800. Standard 8 GB DDR5. Aufrüstbar auf 16 GB. Schon der Standard reicht für Plex-Transcoding plus 2-3 Container — Aufrüsten lohnt erst bei VMs.

Eigenbau / TerraMaster. Direkt mit 16-32 GB DDR5-ECC-RAM bestücken — bei ZFS sind 1 GB RAM pro 1 TB Speicher die Faustregel.

RAID-Levels 2026 — SHR, RAID 5, RAID 6 oder RAID-Z2?

RAID 1 (2-Bay). Zwei Disks spiegeln sich. 50 % Kapazität nutzbar. Eine Disk darf ausfallen. Standard für 2-Bay-NAS — Einstellung dauert eine Minute.

SHR-1 (Synology Hybrid RAID). Synology-spezifisch, ähnlich RAID 5 / 6 aber mit Disks unterschiedlicher Größe nutzbar. 4-Bay-Standard bei Synology — eine Disk darf ausfallen.

RAID 5. Klassisch. Eine Parität-Disk, drei Daten-Disks (4-Bay). 75 % Kapazität nutzbar. Eine Disk darf ausfallen. Limit: Bei 12-TB-Disks dauert ein Rebuild 18-24 Stunden, in denen das System verwundbar ist.

RAID 6 / SHR-2. Zwei Parität-Disks. 50 % Kapazität nutzbar (4-Bay). Zwei Disks dürfen ausfallen — empfohlen ab 8 TB pro Disk und ab 4-Bay-Setups.

RAID-Z2 (TrueNAS / ZFS). ZFS-Variante von RAID 6. Plus Bit-Rot-Schutz, Snapshots und Komprimierung. Beste Wahl für DIY-NAS mit TrueNAS.

Faustregel 2026. 2-Bay → RAID 1. 4-Bay mit Disks bis 8 TB → SHR-1 / RAID 5. 4-Bay mit Disks ab 8 TB → SHR-2 / RAID 6. Eigenbau mit ZFS → RAID-Z2.

M.2-NVMe-Cache — wann er wirklich etwas bringt

Synology DS423+, UGREEN DXP-Modelle und QNAP TS-464 haben M.2-NVMe-Slots. Was sie wirklich bringen:

Read-Cache (sinnvoll). Häufig gelesene Dateien (Lightroom-Vorschau, Plex-Thumbnails, Active-Backup-Indexe) landen auf der NVMe — Lesegeschwindigkeit steigt von 110 MB/s (HDD) auf 1500 MB/s (NVMe). Eine 500-GB-NVMe (z. B. Samsung 980 Pro) reicht typisch.

Write-Cache (kritisch). Bringt Speed-Gewinn, aber bei Disk-Ausfall ohne Mirror Datenverlust. Nur mit zwei NVMes im Mirror einsetzen.

Daten-Pool (UGREEN-spezifisch). UGOS Pro erlaubt M.2-NVMe als eigenen, vom HDD-Pool getrennten Speicher. Sinnvoll für virtuelle Maschinen oder Datenbank-Container.

Faustregel. Read-Cache mit einer 500-GB-NVMe ist der einfachste Performance-Gewinn. Write-Cache nur mit Mirror. Daten-Pool nur, wenn klar ist, was darauf liegt.

Synology Drive vs UGREEN Cloud — der Software-Vergleich

Beide Hersteller bieten eine Dropbox-ähnliche Cloud-Sync-Lösung — die Reife unterscheidet sich:

Synology Drive. 2026 die ausgereifteste NAS-Cloud-Lösung. Desktop-Client für Mac, Windows, Linux. Selektive Sync, Versioning (10-32 Versionen pro Datei), Mobil-App mit On-Demand-Sync, Office-Integration (mit Synology Office). Im Alltag kaum von Dropbox zu unterscheiden.

UGREEN Cloud / UGOS File. 2026 funktional, aber nicht so glatt wie Synology Drive. Desktop-Client läuft, Mobile-App ist solide, Versioning vorhanden, aber weniger Optionen. Wer ohnehin auf Open-Source setzt, kombiniert UGREEN mit Nextcloud im Docker-Container — dann ist die Cloud-Erfahrung deutlich stärker.

Alternative: Nextcloud im Container. Auf jedem NAS mit Docker (UGREEN, QNAP, TerraMaster, Eigenbau) läuft Nextcloud als Container. Open Source, volle Kontrolle, Foto-Backup mit der Memories-App. Setup-Aufwand: 1-2 Stunden für Anwender mit Docker-Erfahrung.

NAS vs. Cloud — wann sich das eigene NAS rechnet

Pro NAS. Einmal-Investition (300-1500 € plus Festplatten), dann 0 € pro Monat. Datenhoheit (DSGVO, keine Übertragung an Dritte). Lokale Geschwindigkeit (1 GbE 110 MB/s, 2,5 GbE 280 MB/s vs. Cloud-Sync mit Upload-Limit).

Pro Cloud. Keine Hardware-Wartung. Geo-Redundanz (Cloud-Anbieter spiegeln Daten in zwei Rechenzentren). Niedrige Anfangskosten (5-10 € / Monat).

Faustregel 2026. Ab etwa 2 TB Datenmenge und einer geplanten Nutzung von mehr als 3 Jahren rechnet sich ein NAS. Unter 1 TB und Bequemlichkeit als Top-Priorität ist iCloud / Google One / pCloud mit 200-2000 GB die einfachere Wahl.

Best Practice 2026. NAS für lokale Arbeitsdaten plus Cloud-Backup für Offsite-Kopie. 3-2-1-Regel — drei Kopien, zwei Medien, eine offsite. Synology Hyper Backup, UGREEN Cloud Sync oder rclone in einem Cron-Job sichern auf Backblaze B2 (5 €/TB/Monat) oder Wasabi (6 €/TB/Monat).

Worauf solltest du beim Kauf achten?

1. Bay-Anzahl realistisch wählen. 2-Bay reicht für Single-Haushalt mit Foto-Backup und Time Machine. 4-Bay ab Familie oder Foto-/Video-Workflow mit RAID 5. 6-Bay+ nur bei wirklich großen Datenmengen — die meisten Anwender nutzen ein 4-Bay-NAS jahrelang ohne dass alle Slots voll sind.

2. RAM nicht ignorieren. 2 GB sind 2026 zu wenig für aktive NAS-Nutzung. Bei Synology direkt aufrüsten, bei UGREEN reicht der Standard meistens.

3. Netzwerk-Geschwindigkeit beachten. Wer einen Mac mini oder MacBook mit 2,5-GbE / 10-GbE-Adapter nutzt, sollte auch ein NAS mit 2,5-GbE-Port wählen — sonst limitiert das NAS auf 110 MB/s. UGREEN-DXP-Serie hat 2,5-GbE serienmäßig.

4. Festplatten-Whitelist prüfen. Bei Synology-Plus-Modellen (DS224+, DS423+, DS923+) auf den HDD-Lock-in achten. Bei UGREEN, TerraMaster, QNAP und Eigenbau kein Thema.

5. Software-Politik einrechnen. Synology DSM ist die ausgereifteste Software, hat aber neuere Plus-Modell-Restriktionen. UGREEN UGOS holt 2026 auf, ist aber jünger. Eigenbau mit TrueNAS gibt maximale Kontrolle, aber maximalen Setup-Aufwand.

6. Backup-Strategie vorab denken. Ein NAS mit RAID ist KEIN Backup — RAID schützt nur vor Disk-Ausfall, nicht vor Ransomware, versehentlichem Löschen oder Brand. Mindestens eine externe USB-Disk für regelmäßiges Offsite-Backup oder ein Cloud-Backup-Plan einplanen.

Häufige Fragen

01 Welches NAS ist 2026 das beste für zuhause?
Es kommt auf die Priorität an. Synology DS224+ bleibt 2026 die ruhigste Wahl in Sachen Software — DSM 7.2 ist ausgereift, Foto-Backup und Time Machine laufen sofort. UGREEN DXP2800 ist die Hardware-Empfehlung — Intel N100 mit 8 GB DDR5 und 2,5-GbE zum gleichen Preis wie ein DS224+. Wer Familienspeicher mit RAID 5 will, greift zu DS423+ oder DXP4800 Plus.
02 Synology DS224+ oder UGREEN DXP2800 — welches lohnt sich mehr?
DS224+ lohnt, wenn dir DSM-Software wichtiger ist als Hardware-Power — Foto-Backup, Drive-Sync und Surveillance Station sind sofort einsatzbereit. DXP2800 lohnt, wenn du Plex-Transcoding, 2,5-GbE oder Container betreiben willst — Intel N100 ist deutlich schneller als der Celeron J4125 in Synology. Detaillierter Vergleich im direkten Spoke-Artikel.
03 Welches RAID-Level für ein 4-Bay-NAS?
Bei Disks unter 8 TB pro Stück ist SHR-1 (Synology) oder RAID 5 die übliche Wahl — 75 % Kapazität nutzbar, eine Disk darf ausfallen. Ab 8 TB pro Disk besser SHR-2 / RAID 6 — zwei Disks dürfen ausfallen. Grund: Rebuild-Zeit bei 12-TB-Disks beträgt 18-24 Stunden, in denen ein zweiter Ausfall sonst kritisch wäre. Bei TrueNAS / ZFS ist RAID-Z2 das Äquivalent.
04 Brauche ich Synology-eigene Festplatten?
Bei Plus-Modellen ab Baujahr 2025 hat Synology einen HDD-Lock-in eingeführt — Synology HAT3300 / HAT5300 sind für volle DSM-Funktionalität nötig. WD Red Plus oder Seagate IronWolf laufen weiter, aber ohne Drive-Health-Statistiken und mit Warnhinweisen. Wer das nicht will, sollte zu UGREEN, TerraMaster, QNAP oder einem älteren Synology-Modell vor 2025 greifen.
05 Lohnt sich M.2-NVMe-Cache im NAS?
Ja, wenn du häufig auf gleiche Dateien zugreifst — Lightroom-Vorschau-Caches, Plex-Thumbnails, Active-Backup-Indexe profitieren spürbar. Eine 500-GB-NVMe (Samsung 980 oder WD SN770) reicht typisch als Read-Cache. Write-Cache nur mit zwei NVMes im Mirror einsetzen, sonst riskierst du Datenverlust bei Disk-Ausfall. Bei UGREEN-DXP-Serie kann die NVMe alternativ als eigener Pool für Container oder VMs dienen.

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