UHS-I vs UHS-II — der Unterschied, der zählt
| Standard | Theoretisch | Praxis (Lesen) | Marker auf Karte |
|---|---|---|---|
| UHS-I | 104 MB/s | 80-95 MB/s | I-Symbol |
| UHS-II | 312 MB/s | 240-280 MB/s | II-Symbol, zweite Pin-Reihe |
| UHS-III | 624 MB/s | selten genutzt | III-Symbol |
| SD Express | 985 MB/s+ | neu, kaum verbreitet | EX-Symbol |
Wichtig: Eine UHS-II-Karte in einem UHS-I-Reader liefert nur UHS-I-Speed. Genauso eine UHS-I-Karte in einem UHS-II-Reader. Beide Seiten müssen UHS-II sein.
Drei echte UHS-II-Lösungen
1. CalDigit TS4 — eingebauter UHS-II-Slot
Das Thunderbolt-Dock hat zwei Kartenleser (SD und microSD), beide UHS-II-fähig. Das ist der einzige Mainstream-USB-C-Hub mit echtem UHS-II vorne. Wer ohnehin ein Dock will, bekommt den Reader gratis dazu.
- 1× SD UHS-II + 1× microSD UHS-II
- Reale Geschwindigkeit: ~250 MB/s
- 17 weitere Ports
- Bewertungen: 4,7 / 5
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2. ProGrade Digital CFexpress B + SD UHS-II Reader
Wenn du eine Sony A7R V, Canon R5, Nikon Z9 oder ähnliche Pro-Kamera nutzt: Hier brauchst du CFexpress Type B. Der ProGrade-Reader bedient CFexpress + UHS-II SD parallel — der Industriestandard für Profi-Workflows.
- CFexpress Type B + SD UHS-II
- Magnetische Halterung, Aluminium-Gehäuse
- USB 3.2 Gen 2 (10 Gbps)
- Bewertungen: 4,7 / 5 (~3.500 Reviews)
3. OWC Atlas Dual CFexpress + SD Card Reader
Vergleichbar mit ProGrade, aber von OWC. Dual-Slot, beide gleichzeitig nutzbar — sinnvoll wenn du A-/B-Kartenslot-Setups offloadest. Bus-powered, kein eigenes Netzteil nötig.
- CFexpress Type B + SDXC UHS-II
- Bis zu 1.032 MB/s
- USB 3.2 Gen 2
Welcher Use Case?
- Du fotografierst RAW mit Sony A7 IV, Fuji X-T5, Canon R6 (UHS-II SD)? → CalDigit TS4 oder dedizierter SD-UHS-II-Reader
- Du hast eine Pro-Kamera mit CFexpress (A7R V, R5, Z8/9)? → ProGrade oder OWC Atlas — kein Hub bietet eingebauten CFexpress
- Du machst Hybrid-Setups mit beiden Karten-Typen? → Atlas oder ProGrade (Dual-Slot)
- Du willst nur gelegentlich SD-Karten lesen und sonst Office-Setup? → CalDigit TS4 oder Lexar Professional USB 3.2 Dual-Slot Reader (Standalone, ~30 €)
Worauf solltest du achten?
1. UHS-II auf der Karte UND im Reader. Schau auf der Karte nach dem römischen II — sonst ist sie nur UHS-I. Bei Reader oder Hub muss „UHS-II“ explizit ausgewiesen sein. Steht nur „SD-Kartenleser“ ohne Spec-Angabe → mit hoher Wahrscheinlichkeit UHS-I.
2. USB-Schnittstelle hat eigene Limits. UHS-II liefert maximal 312 MB/s. Damit der Reader das voll ausschöpft, muss er an USB 3.2 Gen 2 (10 Gbps) angeschlossen sein. USB 3.0 / USB 3.2 Gen 1 (5 Gbps) reicht aus, weil 312 MB/s noch unter 5 Gbps liegen — aber nur knapp.
3. CFexpress braucht eigene Pinning-Hardware. Es gibt keinen Hub, der CFexpress eingebaut hat — die Bauform ist anders, der Controller komplexer. Hier musst du auf separaten Reader setzen. Tipp: Wer dauerhaft mit CFexpress arbeitet, kauft einen Reader mit Thunderbolt 3 oder USB 3.2 Gen 2 — Gen 1 bremst ab.
4. Lightroom-Import-Workflow optimieren. Schnellster Reader nutzt nichts, wenn dein Mac danach das Schreiben auf die SSD bremst. Direkt auf interne Apple-SSD: ja, dann profitiert UHS-II voll. Auf alte externe HDD: dann limitiert die HDD.
5. Zwei Slots gleichzeitig nutzbar? Manche Reader haben zwei Slots, lesen aber nur einen gleichzeitig. Bei Profi-Workflows (A-/B-Slot Backup-Footage) achtest du auf „simultaneous read“ — Atlas und ProGrade können das, Standardreader oft nicht.
Häufige Fragen
01 Wie erkenne ich, ob eine SD-Karte UHS-II ist?
02 Lohnt sich ein UHS-II-Reader, wenn ich nur ein paar RAW-Dateien pro Shoot habe?
03 Ist ein USB-C-Hub-Reader genauso schnell wie ein dedizierter Reader?
04 Was ist der Unterschied zwischen CFexpress Type A und Type B?
05 Funktionieren UHS-II-Reader auch mit microSD?
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