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M.2 NVMe SSD Vergleich 2026: PC, PS5, Steam Deck

Von Lukas Bergmann · Veröffentlicht

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Vergleich der Top-Empfehlungen

Sieben M.2 NVMe SSDs, sieben klare Anwendungsfälle. Wir haben sie nach Schnittstelle (PCIe-Generation), realer Lese-/Schreibrate, Heatsink-Lösung, TBW-Wert und Preis pro TB verglichen.

SSDSchnittstelleReal LesenHeatsinkBewertungPreis pro TB
Samsung 990 Pro mit HSPCIe 4.0 x4~7.450 MB/sSlim-Heatsink★★★★★ 4,8 / 5€€€
WD Black SN850X mit HSPCIe 4.0 x4~7.300 MB/sAluminium★★★★★ 4,8 / 5€€€
Crucial T705PCIe 5.0 x4~14.100 MB/sJa (Heatsink-Version)★★★★☆ 4,6 / 5€€€€
Crucial T700PCIe 5.0 x4~12.400 MB/sJa (Heatsink-Version)★★★★☆ 4,5 / 5€€€€
Lexar NM790PCIe 4.0 x4~7.400 MB/sNein★★★★☆ 4,6 / 5€€
Sabrent Rocket 5 PlusPCIe 5.0 x4~14.000 MB/sOptional★★★★☆ 4,4 / 5€€€€
Kingston Fury RenegadePCIe 4.0 x4~7.300 MB/sOptional★★★★☆ 4,5 / 5€€€

1. Allrounder PCIe 4.0: Samsung 990 Pro mit Heatsink (2 TB / 4 TB)

Die Samsung 990 Pro ist 2026 weiterhin der Maßstab für PCIe-4.0-NVMe-SSDs. Mit dem hauseigenen Pascal-Controller, V7-TLC-NAND und einem Slim-Heatsink, der in jeden PS5-Slot und nahezu jeden Desktop-Slot passt, deckt sie sowohl Gaming als auch produktive Workflows ab. Über 25.000 verifizierte Käuferbewertungen, Schnitt 4,8 / 5.

Schnittstelle. PCIe 4.0 x4 mit NVMe 2.0. Das ist das Maximum an PCIe 4.0 — mehr Tempo geht nur an PCIe 5.0, was aber 2026 außerhalb von Workstation-Workflows kaum spürbar ist.

Geschwindigkeit. Hersteller nennt 7.450 MB/s sequenziell Lesen, 6.900 MB/s Schreiben. Unabhängige Reviews bestätigen 7.300-7.450 MB/s in der Praxis. Random-IOPS bei 4K-Operationen liegen bei rund 1,4 Mio. — das spürt man bei Spielen mit DirectStorage und beim Öffnen großer Photoshop-/Premiere-Projekte deutlich.

NAND. 176-Layer-V7-TLC mit großem dynamischen SLC-Cache. Bei Dauer-Schreibvorgängen über 200 GB fällt das Tempo auf rund 1.800-2.500 MB/s — typisch und immer noch schneller als jede SATA-SSD.

Heatsink. Die Heatsink-Version (Endung …HEKEU) ist nur 8,2 mm hoch und passt in den PS5-Slot ohne Modifikation. Ohne Heatsink drosselt die 990 Pro unter Dauerlast — wir empfehlen ausschließlich die Heatsink-Variante.

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+ Pro

  • Reale ~7.450 MB/s an PCIe 4.0
  • Slim-Heatsink PS5-kompatibel
  • 1,4 Mio. Random-IOPS
  • 5 Jahre Garantie / 1.200 TBW (2 TB)
  • Samsung Magician für Firmware und Health

Contra

  • × Aufpreis gegenüber WD SN850X teils spürbar
  • × Kein DirectStorage-Vorsprung gegenüber SN850X
  • × Ohne Heatsink-Variante: thermisches Throttling möglich
  • × Garantieabwicklung über Reseller, nicht Samsung direkt

2. PS5-Pick: WD Black SN850X mit Heatsink (2 TB / 4 TB)

Die WD Black SN850X ist die meistempfohlene NVMe-SSD für die PS5 — die Heatsink-Version passt millimetergenau in den Erweiterungs-Slot und Sony selbst nutzt sie in vielen Service-Empfehlungen. Performance-technisch liegt sie auf Augenhöhe mit der Samsung 990 Pro, der Heatsink ist aber dicker und damit thermisch robuster bei langen Gaming-Sessions.

Schnittstelle. PCIe 4.0 x4. Wie bei der 990 Pro: das Maximum dieser Generation, identisch zur Sony-Empfehlung von mindestens 5.500 MB/s.

Geschwindigkeit. Hersteller nennt 7.300 MB/s Lesen, 6.600 MB/s Schreiben (2 TB) bzw. 7.300 / 6.600 (4 TB). In Reviews konsistent zwischen 7.100 und 7.300 MB/s. Random-IOPS um 1,2 Mio. — minimal unter Samsung, aber im Spielealltag nicht unterscheidbar.

Heatsink. Massiver Aluminium-Heatsink mit 8,8 mm Höhe — passt in PS5 und in fast jedes Desktop-Mainboard. Achtung: in einigen kompakten Laptops (z. B. ROG Ally, Steam Deck OLED) zu hoch — dort die nackte Variante kaufen und auf Mainboard-Heatsink setzen.

Game-Mode. Eigener “Game Mode 2.0” über WD Dashboard aktivierbar — optimiert Energieverwaltung für Gaming-Lastprofile. Praxisgewinn klein, aber messbar (1-3 % bei DirectStorage-Titeln).

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+ Pro

  • Reale ~7.300 MB/s an PCIe 4.0
  • Massiver Heatsink — PS5-perfekt
  • Game Mode 2.0 für Gaming-Lastprofile
  • 5 Jahre Garantie / 1.200 TBW (2 TB)
  • Häufiger im Angebot als Samsung 990 Pro

Contra

  • × Heatsink für sehr flache Notebooks zu hoch
  • × Random-IOPS minimal unter 990 Pro
  • × WD Dashboard nur Windows
  • × Bei Dauerlast über 100 GB Cache-Drop auf ~2 GB/s

3. Speed-Pick PCIe 5.0: Crucial T705

Wer das absolute Maximum braucht — typisch bei sehr großen Photoshop-Stacks, KI-Modell-Loading oder ProRes-Workflows — kommt 2026 an PCIe 5.0 nicht vorbei. Die Crucial T705 ist mit 14.100 MB/s sequenziell Lesen und 12.600 MB/s Schreiben die schnellste Konsumenten-NVMe am Markt. Spürbar wird der Vorsprung nur bei sehr spezifischen Workflows — in Spielen liegt sie meist nur 5-10 % vor einer 990 Pro.

Schnittstelle. PCIe 5.0 x4. Voraussetzung: aktuelles Mainboard mit AMD AM5 (Ryzen 7000/9000) oder Intel Z790/Z890. Ältere Plattformen drosseln auf PCIe 4.0 — dann lohnt sie sich nicht.

Hitze. PCIe-5.0-SSDs erzeugen deutlich mehr Wärme als PCIe-4.0-Modelle. Die Heatsink-Version ist mit aktivem Lüfter ausgestattet — erzeugt bei Volllast ein leises Surren. Ohne Heatsink: zwingend Mainboard-M.2-Heatsink mit guter Wärmeableitung nutzen.

Preis. 2 TB liegt um die 280-340 €, 4 TB ab 580 €. Aufpreis gegenüber 990 Pro: rund 50-80 %. Für reines Gaming nicht sinnvoll — für Workstation-Workflows mit großem Random-IO durchaus.

+ Pro

  • Reale ~14.100 MB/s sequenziell
  • 2,4 Mio. Random-IOPS
  • Heatsink-Version mit aktivem Lüfter
  • 5 Jahre Garantie / 1.200 TBW (2 TB)
  • Phison E26 Controller, sehr ausgereift

Contra

  • × Nur an PCIe 5.0 sinnvoll
  • × Hoher Preis pro TB
  • × Lüfter der Heatsink-Version hörbar
  • × Nicht PS5-tauglich (Heatsink zu groß)

4. Preis-Leistung: Lexar NM790

Die Lexar NM790 ist 2026 der Geheimtipp für PCIe 4.0. DRAM-less Maxio-Controller mit HMB (Host Memory Buffer), 232-Layer-Micron-TLC-NAND und reale 7.400 MB/s Lesen — bei Preisen, die oft 30-40 % unter Samsung 990 Pro liegen. Käuferbewertungen pendeln um 4,6 / 5 bei mehreren tausend Reviews.

Stärke. Sequenzielles Tempo nahezu auf 990-Pro-Niveau. SLC-Cache groß genug, dass die meisten Spieleinstallationen vollständig im Cache landen. 4 TB für unter 280 € regelmäßig im Angebot — bislang die günstigste 4-TB-NVMe mit echter Performance.

Schwäche. DRAM-less Design — bei sehr großen Random-Read-Workloads (z. B. Datenbank-Server, große KI-Modelle) fällt das Tempo deutlich gegenüber DRAM-bestückten SSDs. Im Gaming und bei Office-/Foto-Workflows nicht relevant.

Heatsink. Wird ohne Heatsink ausgeliefert — der M.2-Slot des Mainboards muss eine eigene Wärmeableitung haben. Für PS5: nicht ohne separaten Aftermarket-Heatsink einsetzen, da die PS5 keinen aktiven Slot-Kühler hat.

+ Pro

  • Reale ~7.400 MB/s an PCIe 4.0
  • 4 TB unter 280 € regelmäßig verfügbar
  • 232-Layer-Micron-TLC-NAND
  • 5 Jahre Garantie / 3.000 TBW (2 TB)
  • Sehr leise Controller-Generation

Contra

  • × DRAM-less — bei Datenbank-Workloads schwächer
  • × Kein Heatsink im Lieferumfang
  • × Lexar Software-Tools weniger ausgereift
  • × Garantieabwicklung über Reseller

Welche M.2 NVMe SSD passt zu welchem Nutzer?

  • Du baust einen Gaming-PC mit PCIe 4.0? → Samsung 990 Pro mit Heatsink oder WD Black SN850X
  • Du willst eine NVMe in die PS5 einbauen? → WD Black SN850X mit Heatsink — siehe NVMe SSD für PS5 mit Kühlkörper
  • Du suchst die maximale PCIe-5.0-Performance? → Crucial T705 (Heatsink-Version) — Voraussetzung AMD AM5 oder Intel Z790/Z890
  • Du willst 4 TB für unter 300 €? → Lexar NM790 oder Crucial P3 Plus
  • Du willst eine NVMe für den Steam Deck? → 2230-Format zwingend — Details im Spoke NVMe SSD für Steam Deck
  • Du willst die direkten Top-3 nebeneinander?Samsung 990 Pro vs WD Black SN850X vs Crucial T705

Worauf solltest du beim Kauf achten?

1. PCIe-Generation prüfen. PCIe 4.0 x4 liefert real bis 7.450 MB/s — das Maximum, das die meisten Mainboards der letzten 3-4 Jahre und alle Konsolen unterstützen. PCIe 5.0 x4 verdoppelt die Bandbreite auf bis zu 14.500 MB/s — braucht aber AMD AM5 (Ryzen 7000/9000) oder Intel Z790/Z890. Eine PCIe-5.0-SSD am PCIe-4.0-Slot läuft nur mit halbem Tempo, eine PCIe-4.0-SSD am älteren PCIe-3.0-Slot mit etwa der Hälfte (~3.500 MB/s).

2. Formfaktor: 2280 ist Standard, 2230 für Handhelds. Das gängigste Format ist M.2 2280 (22 × 80 mm) — passt in fast alle Desktops, Notebooks und in den PS5-Slot. Steam Deck (alle Modelle inkl. OLED), ROG Ally und Legion Go nutzen den kleineren 2230-Formfaktor (22 × 30 mm). 2230-NVMe sind seltener und teurer pro TB — Details im Steam-Deck-Spoke.

3. Heatsink — bei PCIe 4.0 empfohlen, bei PCIe 5.0 Pflicht. PCIe 5.0 erzeugt unter Volllast 70-85 °C ohne Kühlung — Throttling ist garantiert, oft schon nach 30 Sekunden Schreiblast. Auch bei PCIe 4.0 ist eine Wärmeableitung sinnvoll: entweder als integrierter SSD-Heatsink (z. B. Samsung 990 Pro Heatsink-Version) oder als Mainboard-Heatsink, der in fast jedem aktuellen Board verbaut ist.

4. NAND-Typ und DRAM. TLC-Flash (Triple-Level-Cell) ist Standard und bietet beste Balance aus Geschwindigkeit, Lebensdauer und Preis. QLC (Quad-Level-Cell) ist günstiger pro TB, aber Schreibrate fällt nach SLC-Cache stärker. DRAM-bestückte SSDs sind bei Random-Workloads schneller — DRAM-less mit HMB (Host Memory Buffer) ist im Gaming und Office-Alltag aber kaum unterscheidbar.

5. TBW-Wert und Garantie. TBW (Terabytes Written) gibt an, wie viele TB die SSD insgesamt schreiben kann, bevor die Garantie endet. Top-Modelle: 600-1.200 TBW pro 2 TB (z. B. Samsung 990 Pro: 1.200 TBW). Bei 100 GB Schreiben pro Tag wäre das nach 30 Jahren erschöpft — praktisch nie erreichbar. Garantie 5 Jahre ist Standard. Lexar bietet teilweise höhere TBW-Werte als die großen Marken.

6. Sony-Anforderungen für die PS5. Sony fordert: M.2 NVMe Gen4 x4, mindestens 5.500 MB/s sequenzielles Lesen, M-Key, Größen 2230-22110, mit Heatsink (vorinstalliert oder separat). Die Heatsink-Höhe ist ab Werk auf 8 mm definiert — passgenau für den PS5-Slot. Eine PCIe-5.0-SSD ist nicht nutzbar (PS5 hat nur Gen4-Slot, drosselt auf Gen4 zurück, lohnt sich nicht).

7. Steam-Deck-Anforderungen. Alle Steam-Deck-Modelle (LCD, OLED) nutzen M.2 2230 NVMe. PCIe-Generation: LCD ist PCIe 3.0 x4, OLED PCIe 4.0 — eine PCIe-4.0-2230-NVMe (z. B. WD SN770M) liefert dort echtes Tempo. PCIe 5.0 gibt es im 2230-Format derzeit nicht. Hitze ist im Steam Deck unkritisch — kein Heatsink nötig, das Chassis übernimmt die Wärmeableitung.

Häufige Fragen

01 Welche M.2 NVMe SSD ist 2026 am besten?
Für die meisten Gaming-PCs und Workstations ist die Samsung 990 Pro mit Heatsink die beste Wahl — bewährt, schnell, gute Garantie. Für die PS5 ist die WD Black SN850X mit Heatsink meistempfohlen. Wer maximale PCIe-5.0-Performance braucht, nimmt die Crucial T705 — kostet allerdings deutlich mehr und nur an aktuellen Mainboards (AMD AM5 oder Intel Z790/Z890) sinnvoll.
02 Wie viel TB Speicher brauche ich?
Für reine Boot-/Office-Setups reichen 1 TB. Wer Spiele installiert, sollte mindestens 2 TB einplanen — moderne AAA-Titel belegen 100-200 GB pro Stück. 4 TB ist 2026 der beste Sweet-Spot bei Preis pro TB für Gaming-Bibliotheken. Bei Video-/KI-Workflows mit großen Modellen sind 4 TB Pflicht.
03 Wann lohnt sich PCIe 5.0 gegenüber PCIe 4.0?
PCIe 5.0 verdoppelt die sequenzielle Bandbreite auf rund 14.000 MB/s gegenüber 7.450 MB/s an PCIe 4.0. Spürbar wird das nur bei sehr großen Random-Workloads (KI-Modelle, große Datenbank-Dumps, ProRes-Schnitt). In Spielen ist der Unterschied 5-10 % bei Ladezeiten — bei doppeltem Preis. Für Gaming reicht PCIe 4.0 weiterhin völlig.
04 Funktioniert eine M.2 NVMe an der PS5 ohne Heatsink?
Nein. Sony schreibt einen Heatsink vor — entweder auf der SSD vorinstalliert oder separat aufgeklebt. Ohne Heatsink drosselt die SSD nach wenigen Minuten Last und die PS5 kann sie als instabil erkennen. Empfohlene Modelle mit passendem Heatsink: WD Black SN850X mit Heatsink, Samsung 990 Pro mit Heatsink, Seagate FireCuda 530 mit Heatsink.
05 Welche M.2 NVMe passt in den Steam Deck?
Nur M.2 2230 (22 × 30 mm) — das größere 2280-Format passt nicht. Empfehlenswert: WD Black SN770M 2230 (PCIe 4.0, real ~5.000 MB/s, am OLED voll genutzt) oder Sabrent Rocket 2230 1 TB. PCIe 5.0 gibt es im 2230-Format aktuell nicht — und es würde am Steam-Deck-Slot eh nicht voll genutzt.
06 Welche Marken sind bei NVMe SSDs empfehlenswert?
Konsumenten-Mainstream: Samsung, Western Digital, Crucial, Kingston — solide Performance, gute Garantie, etablierte Marken. Preis-Leistung: Lexar, Sabrent — oft 20-30 % günstiger bei vergleichbarer Performance, Software-Tools weniger ausgereift. Bei sehr günstigen No-Name-Marken mit Phantasienamen ist Vorsicht geboten — NAND-Qualität und Garantie-Abwicklung schwanken stark.

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