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NVMe SSD für PS5 mit Kühlkörper

Von Lukas Bergmann · Veröffentlicht

Warum die PS5 einen Kühlkörper verlangt

Der M.2-Slot der PS5 sitzt unter der Frontblende, hat aber selbst keine aktive Kühlung. Bei stundenlangen Gaming-Sessions mit ständigen Lese-/Schreibvorgängen erzeugt eine NVMe ohne Heatsink schnell 70-90 °C — die SSD throttelt, im schlimmsten Fall meldet das System die SSD als instabil.

Sony hat deshalb in den offiziellen Support-Hinweisen klargestellt: Der Erweiterungs-Slot muss mit einem Heatsink betrieben werden. Es gibt zwei Wege: eine NVMe mit vorinstalliertem Heatsink kaufen oder eine nackte NVMe mit separatem Aftermarket-Heatsink versehen. Erstere ist die deutlich einfachere Lösung.

Sonys offizielle Anforderungen

AnforderungWert
SchnittstelleM.2 NVMe SSD, PCIe Gen4 x4
Sequenzielles Lesenmindestens 5.500 MB/s
GrößenM.2 2230 / 2242 / 2260 / 2280 / 22110
KeyM-Key
Heatsink-PflichtJa (vorinstalliert oder separat)
Maximalhöhe inkl. Heatsink11,25 mm (8 mm über, 2,45 mm unter PCB)
Empfohlene Kapazität250 GB – 8 TB

Achtung Heatsink-Höhe. Sony erlaubt maximal 8 mm Heatsink-Höhe über dem PCB. Viele dicke Aftermarket-Heatsinks (z. B. Be Quiet MC1 Pro, Sabrent Rocket Heatsink) sind zu hoch und passen nicht. SSDs mit ab Werk passendem Heatsink (z. B. WD SN850X mit Heatsink, Samsung 990 Pro mit Heatsink) sind exakt auf diese Vorgabe abgestimmt.

1. Standard-Empfehlung: WD Black SN850X mit Heatsink

Die WD Black SN850X ist 2026 die meistempfohlene NVMe für die PS5 — Sony selbst nennt sie in mehreren Service-Hinweisen als Beispiel-Empfehlung. Der vorinstallierte Aluminium-Heatsink ist 8,8 mm hoch (knapp über Sonys 8-mm-Vorgabe, passt aber dank flexiblem Slot-Design problemlos). Bei stundenlangen Sessions bleibt die SSD unter 65 °C.

Performance. PCIe 4.0 x4, 7.300 MB/s Lesen, 6.600 MB/s Schreiben (2 TB / 4 TB Variante). Random IOPS bei 1,2 Mio. — im Gaming nicht von der 990 Pro unterscheidbar.

Game Mode 2.0. WD bietet über das WD Dashboard einen Gaming-Modus, der das Energieprofil auf konstante Last optimiert. Praxisgewinn klein (1-3 % bei DirectStorage-Titeln) — relevanter ist der dicke Heatsink für thermische Stabilität.

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+ Pro

  • Standard-Empfehlung für PS5
  • Massiver Heatsink — auch bei langen Sessions stabil
  • Reale ~7.300 MB/s, deutlich über Sonys 5.500-MB/s-Mindestgrenze
  • 5 Jahre Garantie / 1.200 TBW (2 TB)
  • In allen üblichen Kapazitäten (1/2/4 TB) verfügbar

Contra

  • × Heatsink minimal über Sonys 8-mm-Empfehlung — passt aber
  • × WD Dashboard nur Windows
  • × Bei sehr großen Dauer-Schreibvorgängen Cache-Drop nach ~150 GB
  • × Im Notebook teils zu hoch

2. Samsung-Wahl: Samsung 990 Pro mit Heatsink (Slim)

Die 990 Pro mit Heatsink ist die Alternative für PS5-Käufer, die auf Samsung-Qualität setzen. Der Slim-Heatsink ist nur 8,2 mm hoch — passt damit exakt in Sonys Vorgabe. Performance leicht über SN850X bei Random-IO, im Gaming aber nicht unterscheidbar. Software-Tool Samsung Magician für Health, SMART und Firmware-Updates.

Hinweis. Achte beim Kauf auf die Variante mit Heatsink — die nackte 990 Pro (ohne HS) hat keinen Heatsink im Lieferumfang und drosselt im PS5-Slot ohne separate Kühlung.

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+ Pro

  • Slim-Heatsink (8,2 mm) — passt exakt in Sony-Vorgabe
  • Reale ~7.450 MB/s
  • 1,4 Mio. Random-IOPS (höchste in PCIe 4.0)
  • Samsung Magician für Health und Firmware
  • 5 Jahre Garantie / 1.200 TBW (2 TB)

Contra

  • × Aufpreis gegenüber SN850X meist 5-15 %
  • × Slim-Heatsink minimal weniger Kühlfläche als SN850X-Heatsink
  • × Verwechslungsgefahr mit nackter Variante (ohne HS)
  • × Cache-Drop bei langen Schreibvorgängen über 200 GB

3. Seagate-Wahl: Seagate FireCuda 530 mit Heatsink

Die FireCuda 530 ist die etablierte Alternative — von Seagate gemeinsam mit EKWB entwickelter Heatsink, sehr massiv, sehr gute thermische Eigenschaften. Phison-E18-Controller, Micron-TLC-NAND. Performance auf 990-Pro-/SN850X-Niveau (7.300 MB/s Lesen, 6.900 MB/s Schreiben).

Stärke. Sehr hoher TBW-Wert (2.550 TB bei 2 TB) — fast doppelt so hoch wie Samsung/WD. Relevant nur bei extremer Schreiblast (Streaming-Recording, Datenbank-Server) — im Gaming-Alltag praktisch nicht erreichbar.

Schwäche. Heatsink ist mit 10 mm Höhe oberhalb von Sonys 8-mm-Empfehlung. Praxis: passt weiterhin in den PS5-Slot, sitzt aber strammer als SN850X oder 990 Pro Slim.

+ Pro

  • Massiver EKWB-Heatsink
  • Sehr hoher TBW (2.550 TB bei 2 TB)
  • 5 Jahre Garantie + 3 Jahre Datenrettungsservice
  • Reale ~7.300 MB/s
  • Bewährter Phison-E18-Controller

Contra

  • × Heatsink 10 mm — über Sonys Empfehlung, aber funktioniert
  • × Etwas teurer als SN850X / 990 Pro
  • × Seagate-Software-Tools weniger ausgereift als Samsung Magician
  • × Schwerer als SN850X mit Heatsink

Was ist mit günstigeren NVMe-SSDs?

Auch günstigere PCIe-4.0-NVMe wie Lexar NM790, Crucial P5 Plus oder Kingston KC3000 erfüllen Sonys Mindest-Specs (5.500 MB/s) — sie haben aber meistens keinen Heatsink im Lieferumfang. Wer eine günstigere SSD verbauen will, braucht einen separaten Heatsink:

  • Sabrent M.2 NVMe Heatsink (rund 10-15 €, 8 mm Höhe, passt in PS5)
  • Be Quiet MC1 (rund 10 €, dünn genug)
  • PS5-spezifische Heatsinks (z. B. von ElecGear, ICY BOX, Sabrent — meist passgenau)

Praxis-Empfehlung: Die Mehrkosten für eine SSD mit vorinstalliertem Heatsink (rund 20-30 €) sparen Zeit, Frust und das Risiko, dass der Heatsink nicht passt oder schlecht sitzt. Wer aber bereits eine nackte SN770/NM790 im Schrank hat, kann sie mit Aftermarket-Heatsink in der PS5 verwenden.

Einbau-Schritte — was zu tun ist

  1. PS5 ausschalten, vom Strom trennen, ca. 10 Minuten warten.
  2. PS5 hinlegen, Logo nach unten. Frontblende abnehmen (nach links schieben, dann hochklappen).
  3. Erweiterungs-Slot-Abdeckung (rechteckig, oben in der Mitte) abschrauben.
  4. Spacer auf der korrekten Position (entsprechend SSD-Größe — meist 80 mm) einsetzen.
  5. NVMe-SSD in 30°-Winkel einsetzen, sanft runterdrücken, mit kleiner Schraube fixieren.
  6. Slot-Abdeckung wieder anschrauben, Frontblende aufsetzen.
  7. PS5 starten — Initialisierungs-Dialog erscheint automatisch und formatiert die SSD.

Wichtig. Die SSD muss vor erstem Gebrauch von der PS5 formatiert werden — sie wird dann nicht mehr direkt am PC nutzbar sein, ohne neu formatiert zu werden.

Welche SSD passt zu welchem Setup?

  • Du willst Plug-and-Play, einfach passende Wahl? → WD Black SN850X mit Heatsink
  • Du bevorzugst Samsung-Software-Ökosystem? → Samsung 990 Pro mit Heatsink (Slim-Variante!)
  • Du brauchst maximale TBW (Recording, Streaming)? → Seagate FireCuda 530 mit Heatsink
  • Du hast schon eine nackte NVMe? → separater Heatsink (8 mm Höhe)
  • Du willst die direkten Top-3 nebeneinander?Samsung 990 Pro vs WD Black SN850X vs Crucial T705

Häufige Fragen

01 Welche NVMe SSD ist die beste für die PS5 2026?
Die WD Black SN850X mit Heatsink ist die meistempfohlene Wahl — Sony nennt sie in offiziellen Service-Hinweisen, sie passt millimetergenau und der Heatsink ist thermisch sehr stabil. Alternativ: Samsung 990 Pro mit Heatsink (Slim-Variante) — etwas dünnerer Heatsink, exakt auf Sonys 8-mm-Vorgabe.
02 Brauche ich für die PS5 einen Kühlkörper auf der NVMe?
Ja, zwingend. Sony schreibt einen Heatsink vor — entweder vorinstalliert oder separat. Ohne Heatsink throttelt die SSD nach wenigen Minuten Last und das System kann sie als instabil melden. Heatsink-Höhe maximal 8 mm über dem PCB.
03 Funktioniert eine PCIe-5.0-NVMe in der PS5?
Theoretisch ja — die PS5 hat einen PCIe-Gen4-Slot und drosselt eine Gen5-SSD auf Gen4-Tempo. Praktisch lohnt es sich nicht: PCIe-5.0-SSDs haben oft zu dicke Heatsinks (10-15 mm + Lüfter) und passen nicht in den PS5-Slot. Außerdem zahlst du für Gen5-Performance, die du nicht nutzt.
04 Verliere ich Garantie, wenn ich eine NVMe einbaue?
Nein. Sony hat den Erweiterungs-Slot bewusst zugänglich gemacht und beschreibt den Einbau im offiziellen Handbuch. Garantie bleibt erhalten — solange du die NVMe-SSD korrekt einbaust und keine anderen Komponenten (z. B. den Hauptkühlkörper der PS5) beschädigst.
05 Kann ich die PS5-NVMe danach noch im PC verwenden?
Ja, aber sie muss neu formatiert werden. Beim ersten Einbau formatiert die PS5 die SSD in einem proprietären Format — das ist am PC nicht direkt lesbar. Über Disk Management (Windows) oder Festplattendienstprogramm (macOS) kannst du sie neu formatieren — danach ist sie wieder normal nutzbar.

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